Bearded Collie - Modehund, Überzüchtung (2022)

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Beardie-Wissen

auf den

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gebracht

www.beardedcollie.de

<![if !vml]>Bearded Collie - Modehund, Überzüchtung (7)<![endif]>Modehund, Überzüchtung

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Interessengemeinschaft

COMING HOME

zum Erhalt des echten Bearded Collies

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Auf dieser Seite:

Selektion

Nicht standardgerecht, Krankheiten

Inzwischen „normal“: Überzüchtung

Die momentane Zuchtrichtung

Alternativen und Aufgaben für die Zukunft

Ausführliche Informationen

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Züchter schwärmen von „ihrer“ Rasse.

Allzu oft verschweigen sie allerdings die weniger guten Seiten,

Probleme „hat man nicht“, und was im Internet steht,

sei eh alles total übertrieben.

Nicht jede züchterische Veränderung stellt einen Fortschritt dar.

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In der Natur setzt sich genetisch nur das Beste durch,

z. B. ein wetterfestes, nicht hinderliches Haarkleid

und ein Körperbau,

der dem Hund müheloses Laufen über lange Strecken ermöglicht.

Tiere, bei denen sich Erbkrankheiten entwickeln

oder die ängstlich vor jeder Kleinigkeit davonrennen,

sind weniger lebens- und leistungsfähig; sie pflanzen sich nicht so gut fort.

Mit der Auswahl der Zuchtpartner „auf Schönheit“ (beim Beardie: viel Fell)

beeinflusst der Mensch die natürliche Entwicklung tiefgreifend.

Durch die Zucht der letzten Jahrzehnte hat sich die Rasse negativ entwickelt.

In einer Periode florierender Nachfrage

nach besonders lang und üppig behaarten Hunden wurde oft nur der Profit gesehen.

Die Mehrzahl der Züchter sorgte für eine Übertypisierung:

„Langes Haar ist schön,

dann muss sehr langes Haar sehr schön sein.“

Was der Mensch kann, das tut er auch …

Man züchtete über den Rassestandard hinaus – wie bei vielen anderen Rassen auch.

„Wenn’s dem Esel zu wohl wird, geht er aufs Eis.“

Das kann für eine Weile funktionieren,

doch früher oder später rutscht man vor lauter Übermut aus …

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„Schlittschuhläufer“ auf dem Eis:

ein Beardie vom alten Typ

Das Wesen, die Gesundheit und die Intelligenz einer Rasse

bleiben bei der Schönheitszucht oft auf der Strecke.

Das ist eine nicht zu bestreitende Tatsache,

nachzulesen in den Büchern namhafter Genetiker.

Züchter sprechen bei dem abnormal ausgeprägten Aussehen

(überlanges, üppiges Fell mit immer heller werdenden Farben)

von einer Verbesserung der Rasse.

Das ist definitiv nicht der Fall.

Wir erhielten unzählige Mails und Anrufe von Besitzern überzüchteter Beardies,

die keinen Wert legten auf

<![if !supportLists]>Bearded Collie - Modehund, Überzüchtung (37) <![endif]>stundenlange Fellpflege (manches Mal auch täglich)

<![if !supportLists]>Bearded Collie - Modehund, Überzüchtung (38) <![endif]>eingeschränkte Spaziergänge (Schmutz und Pflanzenteile im Fell)

<![if !supportLists]>Bearded Collie - Modehund, Überzüchtung (39) <![endif]>Vitalitätsverlust, der mit einer Pigmentschwäche einhergeht

<![if !supportLists]>Bearded Collie - Modehund, Überzüchtung (40) <![endif]>einen Hund, der unter Fellmassen leidet (viele werden geschoren).

Wesensmängel wie übergroße Ängstlichkeit, die dem Hundebesitzer wie auch dem Hund große Schwierigkeiten bereiten können, sind mit Sicherheit ebenfalls kein Fortschritt. Auch aggressives Verhalten kommt vor.

Im Internet gab es bereits Hunderte von Berichten verzweifelter Beardie-Besitzer über Krankheiten. Manche Beardies sind auch „nur“ nicht mehr leistungsfähig im Hundesport oder haben schon früh durchgetretene Pfoten, so dass sie lange Spaziergänge oder gar Wanderungen nicht durchhalten.

Dass man auch von mangelnder Intelligenz sprechen muss, ist bei all dem noch das geringste Übel. Hier geht es um die Lernfähigkeit und darum, wie gut ein Hund sich ausbilden lässt.

Es ist nicht nachvollziehbar,

dass die Züchter die Schwachpunkte so lange Zeit nicht erkannt haben.

Bereits in den 1970er Jahren warnte die Rassebegründerin in ihrem Buch vor der damals beginnenden Überzüchtung:

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Die schlimme Entwicklung der Rasse liegt also nicht daran,

dass die Züchter sie nicht erkennen konnten. Sie wollten sie nicht erkennen.

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Am Rande bemerkt:

Als Selektionskriterium

gelten manchmal sogar zwei farblich gleich aussehende Vorderbeine.

Die Züchter sollten sich wirklich auf Wichtigeres konzentrieren!

Überrascht

aus einer älteren Mail – über den standardgerechten, echten Bearded Collie:

Bis ich durch Zufall auf Ihre Webseite gestoßen bin, nahm ich an, dass es so einen Bearded nicht mehr gibt.

Heute gibt es Bearded Collies,

die keinerlei überzüchtete Ahnen im Stammbaum haben,

wirklich fast gar nicht mehr.

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Das Gesicht einen solchen Hundes

klagt die Verantwortlichen an.

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Die meisten der heutigen Bearded Collies sehen anders aus als früher.

Sie entsprechen damit schon äußerlich nicht mehr dem immer noch gültigen Rassestandard.

Wäre jeder Bearded-Collie-Welpe so, wie der Rassetandard es vorschreibt,

bräuchte kein Züchter Angst davor zu haben,

dass man ihn für nicht eingehaltene „zugesicherte Eigenschaften“

(wie es im Juristendeutsch heißt) haftbar macht.

(Video) Pomeranian | Information für Kinder | Anna und die Haustiere

Der alte Beardie-Typ

wird nicht nach einem alten Standard gezüchtet,

sondern entspricht dem Rassestandard,

der für alle Bearded Collies gilt.

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Als Besitzer bekommt man die Probleme am meisten zu spüren,

wenn solch ein Hund krank wird und wenn er gebürstet werden muss.

Das üppige, manchmal fast bodenlange, wollige oder seidige Fell

(standardgerecht wäre es mittellang und harsch, nicht üppig)

erfordert sehr viel Pflege und bringt so manchen Besitzer dazu,

seinen Hund nicht artgerecht zu halten,

um Schmutz in der Wohnung und im Auto zu vermeiden –

oder man schert den Hund.

Nicht abscheren kann man Wesensmängel, Krankheiten, Intelligenzverlust.

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Am Rande bemerkt:

Oft haben wir gehört:

Waldspaziergänge sowie Herumtollen auf Wiesen werden vielen Beardies verboten.

Manche dürfen nicht einmal vom Weg abweichen – sie könnten sich ja schmutzig machen …

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Hinsehen!

Längst geht es nicht mehr überwiegend um Fellmengen

– wie in den 1990er-Jahren –,

die gepflegt werden müssen

und unter denen der Hund leidet (Tierschutz!).

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links alter Beardie-Typ – rechts überzüchteter Beardie mit gekürztem Plüschfell

„Man muss den Unterschied gesehen haben,

um das Problem zu begreifen!“,

sagte eine Besucherin angesichts dieser Hunde.

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Sehr viele Vertreter der Rasse sind heutzutage ziemlich ängstlich, was dem Bearded Collie die Bezeichnung „zitternder Wollhaufen“ eingebracht hat. Bei Gewitter laufen überzüchtete Bearded Collies oft davon, verstecken sich oder beißen um sich, wenn man sie zur Beruhigung festhalten will.

Im Alltag verzweifelt manch ein Besitzer an der übergroßen Ängstlichkeit, zum Beispiel wenn nur einmal ein Teelöffel zu Boden fällt oder ein Fenster geschlossen wird. An eine normale Erziehung sowie an normale Entfaltungsmöglichkeiten eines solchen Hundes ist kaum zu denken. Hundetrainer kapitulieren. Leider gibt es auch bereits einige aggressive Beardies.

Die Disposition zu Scheu bzw. Aggression ist erblich. Geht der Besitzer des Hundes falsch damit um, kann sich die Wesensschwäche verschlimmern.

Bei überaus ängstlichen Hunden

ist an eine Schilddrüsenerkrankung zu denken.

Studie zur Geräuschempfindlichkeit

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Es gibt eine Menge Probleme mit kranken Beardies.

Insider wissen es, viele Züchter leugnen es:

Seit Jahrzehnten ist die Rasse nicht mehr gesund.

Auch in Rassebeschreibungen liest man immer noch,

dass es sich um robuste Hunde handeln soll –

einer schreibt vom anderen ab, ohne hinter die Kulissen geblickt zu haben …

Bei uns haben sich unzählige Besitzer kranker Bearded Collies gemeldet.

Dabei ging und geht es vor allem um Probleme mit

<![if !supportLists]>· <![endif]>Schilddrüse (meist Unterfunktion), auch verbunden mit Übergewicht

<![if !supportLists]>· <![endif]>Autoimmunerkrankungen wie

SLO (symmetrische lupoide Onychodystrophie)

sehr schmerzhaftes Krallenproblem

SLE (systemischer Lupus erythematodes)

chronische Entzündungen: Knochen, div. Organe, Haut

IBD (inflammatory bowel disease)

chronisch entzündliche Darmerkrankung

AIHA (autoimmun hämolytische Anämie)

Bluterkrankung

Myasthenia gravis

Störung der Übertragung von Nerven zu Muskeln, die Hunde fallen einfach um

Gut zu wissen:

Autoimmunerkrankungen werden oft vom Tierarzt „um die Ecke“ nicht erkannt.

Bis eine Diagnose gestellt wird, haben verzweifelte Beardie-Besitzer meist eine Odyssee zu Ärzten und Tierkliniken hinter sich.

<![if !supportLists]>· <![endif]>Nieren/Nebennieren

Niereninsuffizienz schon in jungen Jahren

Morbus Addison (Erkrankung der Nebennieren)

Müdigkeit, Erschöpfung, Übelkeit, Erbrechen)

Die Nebennieren hängen mit der Schilddrüse zusammen.

Die „rassetypische“ Ängstlichkeit, für die die überzüchteten Bearded Collies seit langer Zeit bekannt sind („zitternde Wollhaufen“), steht in Zusammenhang mit den Nebennieren: Stresshormone.

Stressunverträglichkeit schadet dem Immunsystem

und beschleunigt die Alterung.

<![if !supportLists]>· <![endif]>Herz

<![if !supportLists]>· <![endif]>Bauchspeicheldrüse, Fälle von Krebs scheinen häufiger aufzutreten

<![if !supportLists]>· <![endif]>Magen/Darm (Durchfall, Erbrechen, Entzündung)

<![if !supportLists]>· <![endif]>Augen (CEA – collie eye anomaly, erbliche Entwicklungsstörung der Augen)

<![if !supportLists]>· <![endif]>Zähnen

früh marode/faulend, Fehlstellung durch zu schmale Kiefer

<![if !supportLists]>· <![endif]>Knochen

Arthrose/Arthritis schon in jungen Jahren (Gelenkverschleiß, Gelenkentzündung)

HD (Hüftgelenksdysplasie – Fehlbildung)

ED (Ellbogendysplasie – Fehlbildung)

OCD (Osteochondrose – erbliche Wachstumsstörung, Lahmheit)

<![if !supportLists]>· <![endif]>Hodenhochstand

Insgesamt haben wir durch die zahlreichen Zuschriften den Eindruck,

dass sich alles im Lauf der Jahre stark verschlimmert hat – was kein Wunder ist:

Wenn immer dieselben wenigen Deckrüden für Nachwuchs sorgen,

steigt die Wahrscheinlichkeit, dass kranke Gene von Mutter und Vater

sich beim Nachwuchs treffen.

<![if !supportLists]>- <![endif]>Bei dem robusten, nicht überzüchteten „alten Typ“ gab es all dies nicht.

<![if !supportLists]>- <![endif]>Bei den heutigen „Modebeardies“ (über den Rassestandard hinaus gezüchtet)

bestätigen rühmliche Ausnahmen die Regel, sie haben genetisch Glück gehabt.

Man darf dabei allerdings nicht vergessen,

dass die kranken Gene dennoch auch in ihnen schlummern

und an den Nachwuchs weitergegeben werden können.

Wie nah die Elterntiere eines Wurfs tatsächlich miteinander verwandt sind,

zeigt der Inzuchtkoeffizient (IK) leider nicht;

er berücksichtigt nur wenige Generationen.

Untersucht man weiter zurückliegende Generationen noch mit,

findet man mehrere Hundert Mal (!) dieselben Hunde im Stammbaum.

<![if !supportLists]>· <![endif]>Keine Hunderasse kann sich erholen, solange potenziell kranke Welpen gekauft werden.

<![if !supportLists]>· <![endif]>Man täte den Bearded Collies einen Gefallen,

würde man solche Welpen und eine weitere Überzüchtung ablehnen.

Die Probleme sind den Züchtern seit spätestens Anfang der 1990er-Jahre bekannt …

Hinter jedem einzelnen Problem stecken viele Tierarztbesuche, hohe Kosten

und viel Leid für den betroffenen Hund und seine Besitzer, die ihn lieben.

Häufig kommen auch mehrere „Baustellen“ zusammen …

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Hinsehen!

Wenn der Körper sich selbst angreift

(Autoimmunerkrankungen),

hört der „Spaß“ wirklich auf,

zum Beispiel bei einer lebenslangen Darmentzündung

oder wenn dem Bearded Collie immer wieder Krallen ausfallen.

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Wie bei allen Hunden,

sind auch Leberleiden, Krebs, Allergien und Futterunverträglichkeiten beim Bearded Collie recht häufig geworden.

Es fällt auf, dass viele Beardies nicht mehr so alt werden wie früher.

<![if !supportLists]>Bearded Collie - Modehund, Überzüchtung (54) <![endif]>Manches Mal gab es schon zwischen 2 und 6 Jahren für einen kranken Beardie keine Rettung mehr.

<![if !supportLists]>Bearded Collie - Modehund, Überzüchtung (55) <![endif]>10 Jahre ist ein kritisches Alter, vor allem für Krebs.

<![if !supportLists]>Bearded Collie - Modehund, Überzüchtung (56) <![endif]>Wenn ein Beardie 13 Jahre schafft, kann man heutzutage schon glücklich sein.

Früher waren 15 Jahre und mehr so normal, wie es sonst nur auf kleine Hunderassen zutrifft.

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Selbst bei den „schönsten“, mit hohen Auszeichnungen versehenen Ausstellungsbeardies sahen Kenner der Rasse immer wieder Körperbaumängel. Der elegant federnde Gang, wie ihn auch der Wolf zeigt, ist dann aus anatomischen Gründen nicht möglich. Das bedeutet: Mit einem solchen Gangwerk ist der Hund wenig ausdauernd beim Laufen und wäre für die Hütearbeit nicht mehr tauglich. Arthrose/Arthritis kann bei Fehlstellungen hinzukommen.

Bei einigen Ausstellungsbeardies sieht man einen durchhängenden Rücken oder durchgetretene Pfoten bereits im Junghundalter – und das ist etwas, das jeder Laie erkennen kann, auch unter all dem Fell.

Ein geschultes Auge braucht man dagegen für die Beurteilung der Rückenlänge, der Winkelung der Beinknochen, der Form des Halses oder der Rutenlänge. All dies ist für das Gangwerk von Bedeutung.

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Die Pfiffigkeit eines Beardies lässt mittlerweile auch oft zu wünschen übrig.

Genetiker wissen:

Intelligenzverlust ist kein Wunder bei zu enger Verpaarung

(häufig verwendete Deckrüden, manche haben weit über 100 Welpen).

„Linienzucht“ ist ein anderes Wort für „Inzucht“.

Wenig intelligent kann ein Hund auch zu sein scheinen, wenn er sich zu nichts aufraffen mag,

etwa wegen einer Schilddrüsenunterfunktion.

Nicht zu unterschätzen ist auch die Tatsache,

dass die Rasse den Eindruck macht zu verweiblichen.

Heutige Beardie-Rüden wirken oft so unreif und so träge wie kastrierte Hunde,

denen durch Mangel an Testosteron die Energie fehlt –

„nicht mehr maskulin“ nennen Züchter das.

... mehr über Verweiblichung (unter: „Ängste mit Medizin ausgleichen“)

Die Rasse scheint auch immer kleiner zu werden.

Manch eine Hündin ist gerade mal kniehoch und bringt nur noch 15 kg auf die Waage.

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im Vergleich:

alter Beardie-Typ (standardgerecht) – überzüchteter Beardie

Man muss kein Experte sein, um zu erkennen,

dass der linke Hund ein leichteres Leben hat.

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Am Rande bemerkt:

Arbeitstauglichkeit ist ein wichtiges Kriterium für die Gesundheit einer Rasse

So sehen manche Züchter ihre überzüchteten Hunde

aus „Der Hund“ Nr. 4/2011

„Noch ein Jahr später sieht man den Nachbarn mit einem eleganten Hund mit langem, glänzendem Fell in verschiedenen Rotbraun-Schattierungen, mit dicken weißen Plüschstrümpfen, einem strahlend weißen Kragen und einem farblich zur Leine passenden Haarspängchen, das den Pony zurückhält und die schönen braunen Augen sehen lässt. ...

Ein erwachsener Beardie, auch mit üppigem Fell, braucht in der Woche ein bis zwei Stunden Fellpflege – wenn man es richtig macht.“

Dies war nur ein kleiner Auszug aus dem mehrseitigen Artikel.

Man kann sich den Rest vorstellen.

Wer die Rasse kennt,

liest zwischen den Zeilen des Artikels aus der Zeitschrift:

<![if !supportLists]>· <![endif]>dass das Fell zu lang ist (standardgemäßes Fell ist nicht so „elegant“ lang, dass die natürlichen Linien des Körpers verwischt werden).

<![if !supportLists]>· <![endif]>dass die Haarstruktur nicht stimmt, weil standardgemäßes Fell – „glatt, hart, kräftig und zottig“ – von Natur aus nicht glänzt.

<![if !supportLists]>· <![endif]>dass die „weißen Plüschstrümpfe“ aus üppigem, feinem Haar bestehen, so dass viel Schmutz und kleine Zweige darin hängen bleiben, im Winter dicke Schneeklumpen (standardgerecht wäre: kein Plüsch).

<![if !supportLists]>· <![endif]>dass die weißen Fellpartien nur bei einem gut gepflegten – oft: überpflegten – Hund strahlend weiß sind, wobei man mit allerlei Mittelchen nachhilft, dem Hund zum Beispiel Kartoffelmehl in den Bart reibt.

<![if !supportLists]>· <![endif]>dass das Haar laut Rassestandard nicht so lang sein sollte, eine Spange im Pony zu erfordern.

<![if !supportLists]>· <![endif]>dass eine Spange im Haar – „natürlich“ farblich zur Leine passend – den Hund zum Modepüppchen macht (ein ordentlicher Hütehund braucht so etwas nicht).

<![if !supportLists]>· <![endif]>dass die Augen – ebenso wie das Fell – oft viel zu hell sind (eine Folge der Überzüchtung)

<![if !supportLists]>· <![endif]>Aha: „mit üppigem Fell“?! Das sollten Beardies laut Standard nicht haben.

<![if !supportLists]>· <![endif]>Und wenn man die Fellpflege nicht „richtig macht“?!

Wenn man kein versierter Züchter ist, der Tag für Tag mit viel Routine wenigstens einen seiner oft zahlreichen Hunde bürstet?

Wenn der Familienhund nicht gebürstet werden will, weil es immer wieder ziept?

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Am Rande bemerkt:

Aus Zuschriften wissen wir:

Welpenkäufer müssen im Gespräch mit Bearded-Collie-Züchtern mit einer ähnlichen Schwärmerei rechnen.

Die standardgemäßen Vorzüge der Rasse werden betont, die negativen Punkte lässt manch ein Züchter lieber weg.

Dass einige Züchter zu Wutausbrüchen neigen, wenn Welpen-Interessenten den Begriff „alter Typ“

erwähnen, oder dass die Problematik zumindest heruntergespielt wird, überrascht nicht.

Wenn man einen Welpen sucht:

Ein verantwortungsvoller Züchter braucht nicht viele Worte zu machen. Seine Hunde sprechen für sich.

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standardgerecht: der alte Beardie-Typ

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Im Internet (Foren, facebook) wurden die überzüchteten Beardies oft so dargestellt,

als handele es sich um eine hochsensible Rasse,

um einen „armen Hund“, der beschützt werden muss.

Ein nicht überzüchteter, ordentlicher Beardie ist weder ein Sensibelchen

noch muss er ständig verhätschelt werden.

<![if !vml]>Bearded Collie - Modehund, Überzüchtung (64)<![endif]> Er verträgt auch mal einen Knuff von Kinderpatschhändchen

<![if !vml]>Bearded Collie - Modehund, Überzüchtung (65)<![endif]> zeigt im Hundesport Leistung

<![if !vml]>Bearded Collie - Modehund, Überzüchtung (66)<![endif]> kann problemlos eine Weile allein sein, auch bei Gewitter

<![if !vml]>Bearded Collie - Modehund, Überzüchtung (67)<![endif]> bricht nicht gleich seelisch zusammen, wenn ein Zischen ihn erschreckt

<![if !vml]>Bearded Collie - Modehund, Überzüchtung (68)<![endif]> und kann sich im Ernstfall tüchtig verteidigen.

Robust soll er sein!

Überzüchtete Beardies erkennt man

wenn nicht an der Ahnentafel (die wenigsten Welpenkäufer kennen sich mit den Namen aus)

dann

<![if !supportLists]>Bearded Collie - Modehund, Überzüchtung (69) <![endif]>an üppigem und/oder sehr langem Fell

(weich, wollig, nicht wetterfest)

<![if !supportLists]>Bearded Collie - Modehund, Überzüchtung (70) <![endif]>an schmalen Köpfen, schmalem Kiefer

(dadurch kommt es zu Zahnfehlstellungen)

Spitz zulaufende Schnauzen können allerdings auch beim Nachwuchs von robusten

Arbeitsbeardies vorkommen, die ein wenig an Border Collies erinnern.

<![if !supportLists]>Bearded Collie - Modehund, Überzüchtung (71) <![endif]>an eng beieinander stehenden Augen

<![if !supportLists]>Bearded Collie - Modehund, Überzüchtung (72) <![endif]>und zuweilen auch an viel Weiß im Fell:

breiter „Showkragen“, viel Weiß vor allem am Kopf, weiße Flecken im Fell

nicht überzüchtet

überzüchtet

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standardgerechtes Fell

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üppiges Fell

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Welpe mit

breitem Kopf, breitem Schnäuzchen

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Welpe mit

schmalem Kopf, schmalem Schnäuzchen

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breiter Kopf

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schmaler Kopf

Wegen des Fells ist beim erwachsenen Beardie die Kopfform schwer zu erkennen,

ohne dass man den Kopf abtastet.

Einen Hinweis gibt der Abstand der Augen. Man denke sich ein Dreieck Augen/Nase:

<![if !vml]>Bearded Collie - Modehund, Überzüchtung (79)<![endif]> <![if !vml]>Bearded Collie - Modehund, Überzüchtung (80)<![endif]>

Aus der Anordnung der Augen

entsteht beim überzüchteten Beardie (rechts) ein ganz anderer Blick,

der den früher normalen, sanften „Schmelz im Blick“ (links) vermissen lässt.

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kräftige Farbe

harsches Fell

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schwache Farbe

flusiges, weiches Fell

Beide Hunde wurden braun geboren.

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dunkle Augen, sanfter Blick

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helle Augen, „Adlerblick“

Gutes Pigment, das für Vitalität spricht, erkennt man nicht nur am dunklen Haarkleid,

sondern auch an den Augen sowie an Nase und Lefzen: ohne helle Flecken.

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schmaler Kragen

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breiter Kragen

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Durchgetretene Pfoten

sind bei alten Hunden entschuldbar, bei jungen nicht.

So etwas sieht man im Ausstellungsring häufig –

bei den angeblich Besten der Rasse, die ihre Gene vererben.

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Am Rande bemerkt:

Es gibt auch Mischformen,

zum Beispiel Hunde

<![if !supportLists]>· <![endif]>mit viel Fell, aber dunklen Augen

<![if !supportLists]>· <![endif]>mit dunklem Haar, aber durchgetretenen Pfoten

<![if !supportLists]>· <![endif]>mit relativ kurzem Fell, aber breitem weißem Kragen

<![if !supportLists]>· <![endif]>mit schmalem weißem Kragen, aber langem Fell usw..

Die Genetik ist vielfältig, der Hund bekommt von beiden Elternteilen etwas mit.

Leider haben die Züchter Kompromisse gemacht.

Züchter

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Die meisten Züchter bevorzugen immer noch

den überzüchteten Bearded Collie mit sehr langem und/oder üppigem Fell.

Die meisten Ausstellungsrichter platzieren solche Hunde gut,

weil sie selbst nur noch diesen Typ züchten –

obwohl der Rassestandard etwas anderes verlangt.

Man sagt einfach, es sei „nichts Besseres da gewesen“,

und vergibt die „Vorzüglich“-Bewertung an Hunde,

denen solch eine 1a-Beurteilung nicht zusteht;

denn vorzüglich ist ein Hund nur,

wenn er den Vorgaben des Rassestandards sehr nahe kommt.

Jahrzehntelang wurden die Beardies vom alten Typ zurückgedrängt,

und mittlerweile stimmt es bei Ausstellungen tatsächlich oft,

dass nicht Besseres (mehr!) ausgestellt wird.

Die nicht überzüchteten Hunde stehen eher am Rand

und gehören Besuchern, die ihre Hunde nicht ausstellen.

Sie hätten eh keine Chance gegen die „Elite“ …

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Ein paar „alte Hasen“ gibt es unter den Züchtern noch,

die den Beardie in seiner standardgerechten Form bewahren möchten.

Sie haben es sehr schwer, bei Ausstellungen so weit vorne zu stehen,

dass ihre Hunde in die Zucht gelangen können.

Sie haben es auch sehr schwer,

heute noch genetisch passende Zuchtpartner zu finden.

Sie wissen: Nur das Echte hat Zukunft!

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Einige verantwortungsbewusste Züchter haben aufgegeben,

weil sie keine passenden Zuchtpartner mehr fanden

oder einfach zu alt wurden.

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Neuzüchter kennen Beardies, wie sie früher waren, kaum noch.

Manch einer hat nie einen standardgerechten Beardie gesehen

(ohne Fellmassen, Wesensschwäche usw.)

und fragt sich, was die ganze Aufregung um den „alten Typ“ soll …

Neuzüchter eifern oft einem der vielen Züchterkollegen nach,

die behaupten, den alten Beardie-Typ habe es nie gegeben –

was historische Fotos natürlich widerlegen.

Den Rassesieger der Crufts von 1962, Benjie of Bothkennar, kann man hier sehen.

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Am Rande bemerkt:

Wer etwas verbessern will, sollte nicht auf diejenigen hören, die die Rasse dahin gebracht haben, wo sie heute steht – mit all ihren Problemen.

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Bailie of Bothkennar,

der Stammvater der Rasse,

die in den 1950er-Jahren neu aufgebaut wurde

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ein wunderbarer Champion der 1970er Jahre

Show-Richter bestimmen die Zuchtrichtung

Hunde, die bei Ausstellungen mit besten Noten bedacht werden, geben die Zuchtrichtung vor.

Die standardgerechten (!) Bearded Collies vom alten Typ, die weniger „Haarpracht“ haben als all die überzüchteten Hunde, landen seit vielen Jahren auf den hinteren Plätzen.

Wir lasen eine Bewertung, die viele lobende Worte enthielt, aber: „Haarkleid zur Zeit nicht in Ausstellungskondition.“ Der Hund wurde auf den letzten Platz verwiesen.

Die Besitzerin schrieb dazu:

Also können ja nur die Haare „gestört“ haben ...

Tja Leute, wir wissen es ja vorher....aber heute war es besonders ungerecht!!! Traurig, traurig. Gewonnen haben natürlich nur Fellmonster!!! Nichts Ansehbares dabei! Und die Hunde, die gar nicht laufen, sondern durch den Ring gezerrt werden, bekommen immer noch eine bessere Bewertung als die „ohne Fell“.

Aus der Zuschrift einer Züchterin

nach einem ungerechten Ausstellungsergebnis:

… sogar nur Sg 3, die schlechteste Zuchtstätte also. Natürlich brachte der Richter seine Züchter aus seinem Heimatland mit, wie das halt so ist. Stell Dir vor, die haben aber aus Begeisterung unsere Adresse haben wollen …

Selbst mein Mann ist schockiert, wie man ihm den Hund von … (Name der Zuchtstätte) … vor die Nase setzen konnte. Der kann vor Fellbergen nicht richtig laufen und aus den Augen schauen. Er sagt, man kann da nur noch mit dem Kopf schütteln. Auch eine Nachzuchthündin von … (Name eines Zuchthundes) … hat Angst, Angst, Angst…. Es vererbt sich also weiter!!!

Trotz mehrfacher Hinweise auf solche Vorkommnisse

verschließt der VDH davor immer noch die Augen.

Sein Artikel „Wir tragen die Verantwortung“

aus der Vereinszeitschrift „Unser Rassehund“ 11/2001

wird einfach nicht umgesetzt.

– Auszüge hier

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Vater und Sohn (rechts, 10 Monate jung)

Wahre Beardie-Freunde suchen händeringend nach solchen Hunden.

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Der „alte Typ“ – der echte, standardgemäße, robuste Bearded Collie –

sei nicht mehr zeitgemäß, heißt es.

Wir meinen:

Wer ein altes Gebäude einreißt,

sollte ein besseres aufbauen – nicht ein schlechteres.

Zur Zeit ist es noch wie in der Medizin:

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Man flickt die „Verletzten“ zusammen

(doktert an der Ängstlichkeit und an Krankheiten herum)

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und begräbt die Toten

(häufig hören wir von jung gestorbenen Beardies),

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unternimmt aber nichts gegen die Ursachen.

Die Züchter von überzüchteten Bearded Collies behaupten einfach,

dass es überhaupt keine Probleme gibt und

dass sie sich nach Kräften bemühen, hübsche, gesunde Hunde zu züchten.

Sieht man sich allerdings auf Ausstellungen die Champions an,

die mit Senkrücken, steilem Hals, zu langen Lenden,

zu kurzen Beinen, durchgetretenen Pfoten,

überlangem, üppigem Haar und, und, und ... durch den Ring laufen

bzw. bei Gewitter gar nicht erst aus dem Auto geholt werden,

weil sie vor lauter Angst im Ring keine gute Figur machen würden,

dann kann doch etwas nicht stimmen!

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Die Menschen, die überzüchtete Beardies pflegen (müssen)

und die den tierquälerischen Aspekt von Fellmassen erkennen,

nehmen Abstand vom Bearded Collie und wenden sich anderen Rassen zu.

Die Zahl der Welpen, die beim VDH registriert wurden, ging stark zurück

(weiter zurückliegende Jahre als in der VDH-Statistik: hier).

Viele wahre Liebhaber der Rasse wünschen sich den ursprünglichen Beardie zurück:

robust, wesensfest, intelligent, mit korrekter Fellveranlagung.

Während die Hunde, die bei Ausstellungen prämiert werden,

in erster Linie „schön“ sein sollen (mit viel Fell),

wird bei Arbeitshunden und ihren Nachkommen Wert gelegt auf

<![if !supportLists]>Bearded Collie - Modehund, Überzüchtung (104) <![endif]>Robustheit und Fitness

<![if !supportLists]>Bearded Collie - Modehund, Überzüchtung (105) <![endif]>Vitalität, Langlebigkeit

<![if !supportLists]>Bearded Collie - Modehund, Überzüchtung (106) <![endif]>Belastbarkeit (Körperbau!)

<![if !supportLists]>Bearded Collie - Modehund, Überzüchtung (107) <![endif]>Wesensstärke (weder ängstlich noch aggressiv).

<![if !supportLists]>Bearded Collie - Modehund, Überzüchtung (108) <![endif]>mäßig langes, harsches, pflegeleichtes Fell

<![if !supportLists]>Bearded Collie - Modehund, Überzüchtung (109) <![endif]>Intelligenz.

Also lieber einen Arbeitsbeardie?

Einen Beardie aus einer reinen Arbeitslinie könnte man in der Familie nicht gut auslasten, so dass evtl. andere Probleme vorprogrammiert wären.

Ein derart robuster, kraftvoller Bearded Collie wurde zum selbstständigen Handeln gezüchtet und kann bei wenig durchsetzungsfähigen Besitzern leicht mal die Führungsrolle übernehmen. Er kann also vor allem Hunde-Anfänger überfordern.

Abgesehen davon:

Es gibt nur noch wenige reine Arbeitsbeardies, in Großbritannien.

Europaweit haben sich Gemeinschaften gebildet,

in denen Beardies an Schafen arbeiten können und wo auch Hütetests abgenommen werden.

Einem Züchter, der mit arbeitenden Beardies wirbt,

sollte man nicht grundsätzlich vertrauen.

Bearded Collies,

die ab und zu ein paar Schafe zu sehen bekommen,

die aber überzüchtete Ahnen im Stammbaum haben,

sind noch lange keine Arbeitsbeardies.

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Manche Züchter suchen Deckrüden aus Arbeitslinien für ihre Hündinnen aus. Das ist sicherlich gut gemeint, aber im Grunde ein fauler Kompromiss:

Wenn die Hündin überzüchtet ist, können bei ihren Welpen Probleme der Überzüchtung auftreten.

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Die Alternative zu Arbeitsbeardies heißt nicht Schönheitszucht,

bei der nur das Aussehen zählt,

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sondern Selektion robuster, arbeitstauglicher Hunde:

guter Körperbau, pflegeleichtes Fell, Gesundheit, Intelligenz

und ein festes Wesen (weder ängstlich noch aggressiv),

so dass der Hund in jeder Hinsicht leicht zu handhaben und angenehm im Umgang ist.

Vitalität, Gesundheit und Intelligenz

kann eine Rasse nur von Zuchttieren zurückgewinnen, die noch arbeitstauglich sind.

So schreiben es die Genetiker.

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Dieser Bearded Collie stammte von einem Züchter,

der noch weiß, worauf es ankommt.

Die Abkehr von der Masse, das Streben nach Vollkommenheit

– dem Rassestandard entsprechend –

muss das Ziel der Züchter von morgen sein.

Wer sieht, wo die Schwächen liegen, kann dafür sorgen,

dass diesen Schwächen entgegengewirkt wird: mit geeigneten Zuchtpartnern.

Die Basis muss stimmen – von da aus kann man sich entwickeln.

Also sollten die Züchter nach den besten Zuchthunden Ausschau halten,

die sie heute noch bekommen können.

Sie sollten dabei auch über den eigenen Schatten springen

und ehrlich zu sich selbst sein, wenn die eigene Hündin nicht optimal ist

(sie bleibt ja immer noch ein liebenswerter Haushund).

Kalt und berechnend

In einem Telefonat sagte ein Züchter:

„Eine Hündin muss sich selbst tragen. Sonst muss sie weg!“

Das bedeutet:

Sie muss durch ihre Welpen dafür sorgen, dass die Kosten für Futter und Ausstellungen zumindest wieder hereinkommen.

Anders denken nur wirklich liebevolle Züchter, denen es nicht um Ansehen und Profit geht.

Es wird also wohl ein Wunschtraum bleiben,

dass nicht optimale Hündinnen vernünftigerweise aus der Zucht genommen werden.

Viele Freunde des echten Beardies sehnen sich danach,

noch einmal einen Hund zu finden, wie sie ihn einst hatten, denn:

Wer einmal das Außerordentliche erfahren hat,

kann sich nicht mehr an die Normen des Durchschnitts binden.

Richard Bach, „Die Möwe Jonathan“

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Der Welpenkäufer hat es in der Hand

Wir haben uns viele Jahre lang bemüht, durch Aufklärung

dem Beardie einen neuen Höhenflug zu ermöglichen.

Bisher hat es nicht gereicht, an das Gewissen der Züchter zu appellieren

und zu versuchen, sie mit guten Argumenten zu überzeugen.

Erkenntnis, Vernunft und guter Wille der Züchter wären nötig gewesen,

um den Beardies wieder auf einen guten Weg zu helfen.

Deshalb müssen die Welpenkäufer die Weichen stellen,

indem sie überzüchtete Hunde noch deutlicher ablehnen – egal welcher Rasse.

Jeder aus Sorglosigkeit, Gleichgültigkeit oder auch aus Mitleid gekaufte Welpe

macht nur Platz für neues Leid!

Das Nein der potenziellen Käufer nimmt den Modezüchtern die Basis.

Bei anderen Rassen, die das Pech hatten, überzüchtete Modehunde zu werden,

hat das in der Vergangenheit ganz gut geklappt:

Diese Rassen haben sich erholt, mehr oder weniger.

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Welpenkäufer,

die beim Züchter mit üppig und/oder sehr lang behaarten Hunden konfrontiert werden,

sollten also immer wieder auf den Rassestandard verweisen

und nach dem „alten Typ“ fragen –

auch und gerade wenn diese Worte für die Züchter ein rotes Tuch sind.

Vorsicht: Es kommt mittlerweile vor, dass Züchter behaupten,

Beardies vom alten Typ zu haben,

obwohl in den Ahnentafeln ihrer Hunde allerlei überzüchtete Vorfahren auftauchen!

Es gibt heute nahezu keine Zuchtstätte mehr,

deren Zuchtlinie frei von

überzüchteten Bearded Collies ist.

Wo Überzüchtung drinsteckt,

muss der Welpenkäufer damit rechnen,

dass es Probleme geben kann.

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Welpenkäufer sollten robuste Hunde verlangen,

die mehr Freude als Kummer machen (Gesundheit, Wesen, Fellpflege, Intelligenz).

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Im Zweifelsfall ist man mit einem robusten Mischling aus dem Tierschutz besser beraten

als mit einem überzüchteten Rassehund.

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An dieser Mischlingshündin

ist viel vom Beardie zu entdecken

(Mutter Beardie, Vater spanischer Streuner).

<![if !vml]>Bearded Collie - Modehund, Überzüchtung (120)<![endif]>

über die Stärken von echten, standardgemäßen Beardies („alter Typ“)

und über die Schwachpunkte der Beardie-Zucht

gibt es bei

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Interessengemeinschaft

COMING HOME

zum Erhalt des echten Bearded Collies

vor allem unter „Modehund“.

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Der Beardie als Lehrer

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Author: Mrs. Angelic Larkin

Last Updated: 08/28/2022

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