Hashimoto Schub: Symptome, Phasen & was du tun kannst! (2023)

Auch wenn man noch so sehr hofft, dass es nicht geschieht – ein Schub kann Hashimoto- Patienten jederzeit ereilen. Das Immunsystem arbeitet auf Hochtouren und die Hormone spielen Achterbahn. Für Betroffene bedeutet das eine extreme Beeinträchtigung des Wohlbefindens, teils mehrere Monate lang. Wie kommt es dazu? Woran erkennst du einen Schub bei Hashimoto-Thyreoiditis und was kannst du dagegen tun?

Was ist ein Hashimoto Schub?

Hashimoto-Thyreoiditis ist eine Autoimmunerkrankung, bei der eine chronische Schilddrüsenentzündung vorliegt. Dabei wird das Schilddrüsengewebe durch das Immunsystem des eigenen Körpers angegriffen und beschädigt, welches eine Schilddrüsenunterfunktion zur Folge hat. Im Krankheitsverlauf kann es immer wieder zu sogenannten Schüben kommen, bei denen das Immunsystem über einen gewissen Zeitraum besonders stark ausufert und sich die Symptome häufen oder verstärkt auftreten. Ein Krankheitsschub wird meist durch ein Zusammentreffen mehrerer Stressoren ausgelöst. Dabei zerfällt besonders viel Schilddrüsengewebe, sodass vermehrt Schilddrüsenhormone freigesetzt werden. Aus diesem Grund kommt es häufig zu Symptomen einer Schilddrüsenüberfunktion, der Hyperthyreose. Da während des Schubs vermehrt Schilddrüsengewebe zerstört wird, befindet sich die Schilddrüse im Anschluss in einer verstärkten Unterfunktion.

Symptome während eines Schubs

Die Symptome während eines Hashimoto Schubs sind vielzählig und können ganz unterschiedlich aussehen. Zum einen äußert er sich durch typische Symptome der Schilddrüsenüberfunktion. Patienten fühlen sich oft sehr unruhig und leiden unter Herzrasen und Schlafstörungen. Zugleich kann es zu einem unerwarteten Gewichtsverlust trotz unveränderter Essgewohnheiten kommen. Aber auch gegenteilige Beschwerden sind nicht ungewöhnlich. Neben den Symptomen einer Hyperthyreose kann ein Schub auch eine Gewichtszunahme zur Folge haben. Dies ist ein deutliches Anzeichen dafür, dass der Stoffwechsel stark reduziert ist. Betroffene berichten daher auch häufig von Erschöpfung, Müdigkeit und Kälteintoleranz. Während eines Hashimoto Schubs kann es außerdem zu Haarausfall und Veränderungen der Haarstruktur kommen.

"Wenn es mir zum Beispiel gut geht und meine Schilddrüsenwerte ok sind, habe ich Locken, wenn meine Werte total mies und schlecht sind, sind meine Haare glatt und strähnig.“

Als Teil der Autoimmunreaktion greifen die Hashimoto-Antikörper außerdem oft Sehnen und muskuläres Gewebe an, was zu Muskelschmerzen führen kann. Oftmals kommt es zu Muskelkater, obwohl man sich nicht körperlich betätigt hat. Doch ein Hashimoto Schub beschränkt sich nicht nur auf physische Beschwerden, auch die Psyche leidet darunter. So können Angststörungen, Stimmungsschwankungen und depressive Phasen ebenfalls Folge eines Schubs sein. In vielen Fällen werden diese Symptome falsch eingeordnet und es wird keine Verbindung zur Schilddrüsenfunktion hergestellt. Besteht der Verdacht, dass ein Zusammenhang zwischen den mentalen Beschwerden und der Schilddrüsenfunktion vorliegt, sollte daher auch unbedingt ein Schilddrüsenspezialist konsultiert werden.

"Ich hab gestern meine Diagnose bekommen. Zurzeit befinde ich mich in einer latenten Unterfunktion... aber Mitte des Jahres hatte ich vermutlich so einen Schub, auch sicherlich ausgelöst durch Stress (Corona, viele Prüfungen auf einmal, ziemlich heftiger Streit) und dann ging's los.Aber.. ich dachte da schon fast ich hab eine Bipolare Störung oder so, weil es mir tagelang so 'gut' und gereizt ging, ich auch kaum geschlafen habe und so hibbelig und voller Drang war mich zu bewegen (gleichzeitig aber unangenehm nervös). Und das schlug dann auch sehr schnell um in diese negative, müde Stimmung, wo alles zu viel und zu anstrengend wurde.Ich dachte wirklich, es sei 'einfach' psychisch."

Hashimoto Schub: Symptome, Phasen & was du tun kannst! (1)

In welchen Phasen verläuft ein Hashimoto Schub?

Wenn es um den Verlauf der Hashimoto-Thyreoiditis oder anderen Autoimmunerkrankungen geht, wird häufig von der sogenannten Fasstheorie gesprochen. Der Körper wird dabei als Fass dargestellt, mögliche Stressoren und Trigger der Erkrankung als Wasser. Je mehr Stressoren der Körper ausgesetzt wird, desto mehr Wasser fließt in das Fass. Hat sich irgendwann zu viel Flüssigkeit angesammelt oder wird der Stress nicht richtig ausgeglichen, läuft das Fass über. Es kommt zum Ausbruch der Erkrankung bzw. zu einem Schub1.

Phase 1: Stressoren häufen sich

In der Phase vor einem Schub ist der Körper immer mehr Stressoren ausgesetzt. Dazu zählen sowohl physischer als auch psychischer Stress, Nährstoffmängel, Giftstoffe aus der Umwelt, Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Schlafmangel. Kommen viele externe Faktoren zusammen, die den Körper belasten, können sie gemeinsam Auslöser für einen akuten Schub sein.

Phase 2: Das Immunsystem schießt hoch

Das Fass läuft also über. In den meisten Fällen kommt es dabei zu einem stark vermehrten Gewebezerfall, sodass eine große Menge Schilddrüsenhormone freigesetzt werden und in den Blutkreislauf gelangen. Dieser plötzliche Überschuss an Hormonen sorgt dafür, dass in der zweiten Phase Symptome einer Hyperthyreose auftreten, obwohl eigentlich eine Unterfunktion vorliegt2,3. Dies macht die Diagnose der Erkrankung besonders schwer3. Im Anschluss sind daraufhin wieder deutlich zu wenig Schilddrüsenhormone vorhanden und die typischen Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion, der Hypothyreose, treten ein. Alternativ kann ein Schub aber auch ohne die Überfunktionsbeschwerden verlaufen. Hierbei wird das Gewebe zwar auch zunehmend, aber deutlich langsamer zerstört. Dadurch kommt es zu verstärkten Symptomen einer Hypothyreose.

Symptome einer Schilddrüsenüberfunktion

Wenn sich während eines Hashimoto Schubs zu viele Schilddrüsenhormone im System befinden, kann es zu den folgenden Symptomen einer Überfunktion kommen4:

  • Herzrasen und innere Unruhe
  • Herz-Rhythmus-Störungen
  • Hitzewallungen
  • Schlafstörungen
  • Stimmungsschwankungen und Reizbarkeit
  • Trockene Haare und Haarausfall
  • Gewichtsabnahme trotz normaler Nahrungszufuhr
  • Durchfall
  • Angststörungen und Panikattacken

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(Video) Welche Symptome hat man bei Hashimoto - was tun bei Hashimoto - was hilft bei Hashimoto

Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion

Die eigentliche Schilddrüsenunterfunktion, die bei Hashimoto-Thyreoiditis vorliegt, äußert sich durch teils gegenteilige, teils ähnliche Symptome:

  • Müdigkeit, Erschöpfung, Antriebslosigkeit
  • Kälteintoleranz
  • Erhöhter Schlafbedarf
  • Depression
  • Konzentrationsstörungen, Brain Fog, Gedächtnisstörungen
  • Denkstörungen, Wortfindungsstörungen
  • Haarausfall, trockene Haare und Haut
  • Gewichtszunahme trotz unveränderter
  • Essgewohnheiten
  • Verstopfungen
  • Angststörungen, Panikattacken
  • Ödeme, insbesondere im Gesicht
  • Muskelschmerzen, Gliederschmerzen, Verspannungen, Rückenschmerzen
  • Hohe Infektanfälligkeit
  • Schwindel, Kopfschmerzen
  • Libidoverlust

Phase 3: Das System beruhigt sich (vorerst)

Folgt man der Fasstheorie, befindet sich in der letzten Phase des Hashimoto Schubs wieder etwas weniger Wasser im Fass. Die Beschwerden nehmen daher vorerst ab und verschwinden sogar ganz. Eine erneute Ansammlung an Triggern kann jedoch jederzeit wieder einen neuen Schub auslösen. Daher ist es essentiell, den Körper auch nach einem Krankheitsschub weiter zu schonen und Stressoren so gut es geht zu reduzieren.

Was sind die Ursachen eines Hashimoto Schubs?

Ein Schub wird meist durch ein Zusammentreffen verschiedener Stressoren ausgelöst. Daher wird Hashimoto-Thyreoiditis auch als multifaktorielle Erkrankung eingestuft4. Welche externen Faktoren einen besonders großen Einfluss auf den Verlauf der Erkrankung haben, ist von Person zu Person unterschiedlich. Fast immer spielt die Ernährung eine große Rolle. Zum einen wirken Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten als Stressoren auf den Körper. Autoimmunerkrankungen wie Hashimoto-Thyreoiditis gehen in vielen Fällen mit Unverträglichkeiten für Gluten und Milchprodukte einher. Der Großteil aller Autoimmunerkrankten leidet unter einer eingeschränkten Darmschleimhautintegrität, dem Leaky-Gut-Syndrom, bei der eine Schicht der Darmepithelzellen auseinanderweicht. Durch die entstandenen Lücken können Fremdproteine in den Körper eindringen, die das Immunsystem aktivieren. Zu diesen Fremdproteinen zählt beispielsweise Gluten. Die Antikörper, die gegen das Gluten gebildet werden, sind denen der Schilddrüse so ähnlich, dass sie auch die Schilddrüse zerstören. Durch den verstärkten Zerfall des Schilddrüsengewebes kommt es zu einem Schub. Ähnlich verhält es sich mit dem in Milch enthaltenem Caseinomorphin, dessen Struktur stark dem des Glutens ähnelt. Es ist also nicht verwunderlich, dass etwa 50% aller Hashimoto Patienten caseinempfindlich sind.

"Ich habe diesen Kapselkaffee getrunken. Kapselkaffee ist deshalb problematisch, weil er relativ häufig glutenkontaminiert ist und ich fürchte, dass das auch mit ein bisschen der Fall war, weil das würde erklären, warum meine Eisenspiegel so abgerauscht sind von 150 auf 30 und dass der Darm einfach nicht in Ordnung ist. Ich hatte auch wieder zunehmend Magen-Darm-Beschwerden."

Kapselkaffee ist allerdings nicht nur wegen des Glutens problematisch. In einer Studie konnten Spuren von Phthalaten und Schwermetallen, insbesondere Nickel, im Kaffee aus Kapseln nachgewiesen werden5. Schwermetalle und Phthalate sowie Giftstoffe aus der Umwelt tragen aktiv zur Entstehung eines Schubs bei. Da diese u.a. auch in Nahrungsmitteln, Kosmetik, Plastikverpackungen und Abgasen enthalten sind, sind wir ihnen tagtäglich ausgesetzt. Giftstoffe beeinflussen auch das hormonelle Gleichgewicht. Da Hormonschwankungen ebenfalls Ursache eines Schubs sein können, besteht hier eine doppelte Belastung. Darüber hinaus ist die richtige Versorgung mit Nährstoffen wesentlich für das Verhindern eines Schubs. Insbesondere ein Eisen– oder Vitamin-D-Mangel können Trigger darstellen4. Eisenmangel ist ein sehr häufiges Problem bei Autoimmunerkrankten. Auch hier gibt es einen Zusammenhang mit dem Leaky-Gut-Syndrom. Über den undichten Darm geht besonders viel Eisen verloren. Zusätzlich ist es so, dass es bei einer starken Beanspruchung des Darms zur Mikrohämatodyse kommt. Hierbei gehen ebenfalls kleinste Mengen Eisen über den Darm verloren, welches sich erst zu einem späten Zeitpunkt bemerkbar macht. Verschärfend hinzu kommt, dass der Abschnitt des Darms, der für die Eisenaufnahme vorgesehen ist, ist sehr kurz. Ist der Darm gerade an dieser Stelle durch Unverträglichkeiten entzündet, kann die Resorptionsfähigkeit (stark) eingeschränkt bis unmöglich sein. Bei vielen Frauen kommt es bei schlechten Schilddrüsenwerten außerdem zu starken Regelblutungen, was ebenso einen Eisenmangel verursachen, bzw. verstärken kann. Dieser ist nicht nur deshalb problematisch, weil er Schübe triggert, sondern auch, weil während eines Schubs ein stark erhöhter Eisenbedarf besteht. Ebenfalls eine große Rolle zur Vermeidung eines Schubs spielt eine ausreichende Versorgung mit Jod. Was es beim Zusammenhang zwischen Jod und der Schilddrüse, besonders auch bei Hashimoto, zu beachten gilt, ist in diesem Artikel ausführlich erklärt.

Hashimoto Schub: Symptome, Phasen & was du tun kannst! (3)

Einer der Hauptverursacher eines Schubs ist Stress. Egal ob physischer Natur, zum Beispiel durch berufliche oder sportliche Überanstrengung, oder psychischer Stress bei Beziehungsproblemen und Zukunftsängsten: sie alle belasten den Körper und können, wenn sie nicht richtig kompensiert werden, eine Überreaktion des Immunsystems und damit einen Schub herbeiführen. Zu guter Letzt sind Co-Infektionen ein großes Risiko, wenn es um Hashimoto Schübe geht, da sie das Immunsystem zusätzlich anfeuern. Viele Autoimmunerkrankte sind auch von einer Co-Infektion wie Candida, dem Epstein-Barr-Virus (EBV) oder Borrelien betroffen. Mehr dazu findest du in unserem Wissenspaket „Co-Infektionen“.

Hashimoto Schub: Symptome, Phasen & was du tun kannst! (4)

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(Video) HASHIMOTO: Arzt erklärt SYMPTOME, DIAGNOSE, TESTS Schilddrüsenunterfunktion (deutsch)

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Hashimoto Schub: Symptome, Phasen & was du tun kannst! (5)

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Hashimoto Schub: Symptome, Phasen & was du tun kannst! (13)

(Video) Hashimoto Thyreoiditis - Was tun gegen den Angriff auf die Schilddrüse?

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Natürliches Jod aus Algen – wichtig für Schilddrüse, Gehirn, Ovar / Hoden und Brustdrüsen der Frau

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Rosenwurz-Extrakt – kann bei Problemen mit der Nebenniere ausgleichend wirken

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Mariendistel-Extrakt 175 mg

Mariendistel –kann zur optimalen Unterstützung der Funktion der Leber beitragen

(Video) Hashimoto 🦋 Symptome, Tipps zur Diagnose und natürliche Behandlung

Hashimoto Schub: Symptome, Phasen & was du tun kannst! (23)

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Curcumin, gewonnen aus der Kurkumawurzel – traditionell & antientzündlich

Wie lange dauert ein Hashimoto Schub?

Die Dauer eines Schubs bei Hashimoto-Thyreoiditis kann sehr unterschiedlich ausfallen. Während Akutschübe nur einige Tage andauern und eine plötzliche starke Veränderung des Befindens mit sich bringen, können Schübe auch mehrere Wochen oder Monate andauern. Dieser Fall tritt meist dann ein, wenn das Immunsystem über einen langen Zeitraum nicht richtig funktioniert. Betroffenen ist häufig gar nicht bewusst, dass sie sich in einem Schub befinden, dasich die Symptome schleichend bemerkbar machen / sich verstärken.Häufig wird der Rückschluss, dass man in einem Schub steckt / gesteckt haterst zu einem viel späterem Zeitpunkt gezogen. Um festzustellen, weshalb es zu einem Schub gekommen ist, solltest du dich also fragen: Was habe ich direkt vor oder in diesem Zeitraum anders gemacht als sonst? Was könnten die Auslöser sein? Was gibt es für Verdachtsmomente?

Was kannst du tun, um deine Symptome zu lindern?

Um einen Schub zu vermeiden, ist es wichtig, die möglichen Trigger so gut es geht zu minimieren. Wenn du also zum Beispiel rückwirkend feststellst, dass du vor bzw. während deines letzten Schubs mehr Weizenprodukte als normalerweise gegessen hast oder durch ein Projekt bei der Arbeit unter besonders viel Stress standst, kann es dir helfen, zu versuchen, das nächste Mal bei der Arbeit etwas zurückzutreten oder glutenfreie Produkte zu testen. Grundsätzlich gilt: Alles, was man vor einem Schub geändert hatte und damit ein möglicher Auslöser sein könnte, sollte man nun wieder vermeiden. Die Suche nach den Ursachen ist daher unheimlich wichtig.

Eine Weile zu fasten kann hilfreich sein, um die Ernährung möglichst „triggerfrei“ zu gestalten. Damit kann man die Giftstoffbelastung reduzieren und beim Wiedereinführen bestimmter Lebensmittel potentielle Unverträglichkeiten feststellen. Dazu eignet sich zum Beispiel Fasten mit Knochenbrühe, Saftfasten oder Suppenfasten. Das Ziel ist es, den Toxic Load so gut es geht zu minimieren. Wenn man die entsprechenden Zutaten kocht und entkernt, ist die Belastung für den Darm wesentlich geringer, sodass sich die Darmschleimhaut erholen und wiederaufbauen kann. Auch die Leber sollte entlastet und in ihrer Funktion unterstützt werden. Dazu eignen sich einige Kombinationspräparate und Heilpflanzen wie Kurkuma, die Jerusalemartischocke, Mariendistel, Pfefferminze und Löwenzahn. Der in Mariendistel enthaltene Wirkstoff Silymarin verbessert beispielsweise die Membran der Leberzellen. Dadurch werden sie vor Giftstoffen geschützt6. Kurkuma funktioniert als Teil der Goldenen Milch außerdem gut als Kaffeeersatz. So wird nicht nur die Leber unterstützt, sondern auch die Schwermetalle des Kapselkaffees vermieden. Darüber hinaus sollten auch die entsprechenden Nährstoffe aufgefüllt werden. Wenn du z.B. unter einem Eisenmangel leidest, ist es wichtig, dass der Eisenwert wieder auf einen vernünftigen Spiegel kommt, damit die Schilddrüse wieder selbstständig arbeiten kann.

Dazu sollte man natürlich auch die Schilddrüsenwerte fT3, fT4 und TSH bestimmen lassen. Das ist in jedem freien Labor möglich und kostet ca. 33 Euro. Je nach Ergebnis kann es in vielen Fällen helfen, die Dosis der Schilddrüsenmedikation hochzusetzen. Sofern die Hypothyreose und nicht Autoimmunreaktionen Ursache für die Beschwerden ist, kann ein Hochsetzen der Medikation die Symptome schnell und effektiv lindern. Oftmals reicht es aber auch schon aus, sich so gut es geht zu schonen, um Belastungen zu minimieren und das Immunsystem wieder in den Griff zu bekommen. Auf den eigenen Körper zu achten und ausreichend zu schlafen kann schon viel bewirken. Mehr über die Ursachen und mögliche Behandlungsansätze bei Hashimoto ist in unserem Wissenspaket Hashimoto-Thyreoiditis ausführlich erklärt.

Auf einen Blick: Schübe bei Hashimoto-Thyreoiditis

Ein Hashimoto Schub kann das Leben der Betroffenen stark belasten. Die Beschwerden reichen von Herzrasen und Stimmungsschwankungen bis hin zu Erschöpfung und Gewichtszunahme. Ausgelöst werden sie durch eine Überreaktion des Immunsystems auf ein Zusammenspiel verschiedener externer Faktoren. Dazu zählen Schlafmangel, Beziehungsstress und Giftstoffe aus der Umwelt. In vielen Fällen erkennen Patienten den Schub aber erst nachdem er stattgefunden hat, was eine Akutbehandlung erschwert. Doch es gibt viele Maßnahmen, die das Risiko, einen Schub zu erleiden, minimieren. Ganz oben mit dabei: sich schonen und die Ernährung an die individuellen Bedürfnisse anpassen. Ganz auszuschließen ist ein Hashimoto Schub leider nie. Aber indem man darauf achtet, seinen Körper so wenig wie möglich mit Stressoren zu belasten, kann man die Wahrscheinlichkeit zumindest senken und die Lebensqualität deutlich verbessern.

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Quellen

1vgl. Auerswald, M.: Fasstheorie; unter: https://www.medumio.de/glossar/fasstheorie/ (letzter Abruf: 17.03.2021).

2vgl. Zieren, H. U.: Entzündungen und Hashimoto (Thyreoiditis); unter: https://www.deutsches-schilddruesenzentrum.de/wissenswertes/schilddruesenerkrankungen/entzuendungen-hashimoto/

3vgl. Rehberg, C.: Hashimoto Thyreoiditis – Ganzheitliche Maßnahmen; unter: https://www.zentrum-der-gesundheit.de/krankheiten/autoimmunerkrankungen/hashimoto/hashimoto-thyreoiditis (letzter Abruf: 16.03.2021).

4vgl. Franke, J. C.: Untersuchungen zur Entwicklung von Depression und Angststörungen bei Hashimoto-Thyreoiditis (Dissertation, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg), 2013.

(Video) #97 Hashimoto Thyreoiditis - wie ich mit dieser Krankheit seit 23 Jahren umgehen gelernt habe...

5vgl. Toni, L., Tisato, F., Seraglia, R., Roverso, M., Gandin, V., Marzano, C. Padrini, R. & Foresta, C.: Phthalates and heavy metals as endocrine disruptors in food: A study on pre-packed coffee products, in: Toxicology Reports, 234-239, 4, 2017.

6vgl. Göbel, S.: Mariendistel; unter: https://www.apotheken.de/alternativmedizin/heilpflanzen/11225-mariendistel (letzter Abruf: 19.03.2021).

FAQs

Was tun bei einem Hashimoto Schub? ›

Dem Darm helfen Probiotika - die stecken etwa in Sauerkraut, Joghurt oder Miso-Suppen. Dadurch, dass sie die Darmflora verändern, helfen Probiotika auch beim Abnehmen. Mithilfe des Intervallfastens und einer kohlenhydratarmen Ernährung (Logi-Prinzip) können auch bei Hashimoto-Kranken die Pfunde purzeln.

Wie lange dauert ein Schub bei Hashimoto? ›

Diese Phase kann Monate oder Jahre dauern, oder, in manchen Fällen, auch nur ein paar Wochen. Wenn du in dieser Phase diagnostiziert wirst, hast du noch sehr gute Chancen, deine Schilddrüse mit einem gesunden Lebensstil funktionsfähig zu halten, ohne Medikamente einzunehmen.

Was essen bei Hashimoto Schub? ›

Am bedeutsamsten für den Körper ist viel Gemüse - zubereitet mit hochwertigen Ölen, ergänzend dazu: zuckerarmes Obst (zum Beispiel Beeren). Genügend Eiweiß bei jeder Mahlzeit hilft dabei, gut und langanhaltend satt zu werden. Gute Eiweißquellen sind Milchprodukte, Fisch, mageres Fleisch, Hülsenfrüchte und Pilze.

Was verschlimmert Hashimoto? ›

Auch eine zu hohe Einnahme von Jod kann eine Hashimoto-Thyreoiditis auslösen! Dieser Gefahr ist man auch ausgeliefert, wenn man sich einer Röntgenuntersuchung mit jodhaltigem Kontraststoff unterzieht, oder, wenn man bestimmte getrocknete Algen, die sehr viel Jod enthalten, verzehrt.

Wie kündigt sich ein Hashimoto Schub an? ›

Schwitzen, Herzrasen, hoher Blutdruck (Hypertonie), Gewichtsabnahme, Durchfall, gesteigerte Angst, Rast-und Ruhelosigkeit („immer auf der Überholspur“), zitternde Hände, Muskelschwäche, Muskelzittern, Schlaflosigkeit, Nervosität und Heißhunger.

Warum kein Kaffee bei Hashimoto? ›

Das ist jedoch absolut hinderlich! Koffein beeinträchtigt die Aufnahme der Schilddrüsen-Medikamente im Darm. Das liegt daran, dass Koffein die Darmtätigkeit anregt und auch die Flüssigkeitsmenge erhöht, die vom Körper in den Darm gelangt.

Welcher Grad der Behinderung bei Hashimoto? ›

Diagnosen: Hashimotothyreoiditis, Schilddrüsenunterfunktion. Richtsatzposition: 380 Gdb: 010 % Rahmensatzbegründung: medikamentös behandelbar.

Welche Sportart bei Hashimoto? ›

Es gibt einige Sportarten, die sich besonders gut für Betroffene von Hashimoto eignen. Dazu zählen vor allem Sportarten mit moderater Bewegung, die dem Körper nicht zu viel abverlangen. Dies sind zum Beispiel Joggen, Radfahren, Nordic-Walken oder Wandern.

Wann wird Hashimoto gefährlich? ›

Die chronische Entzündung schreitet fort und zerstört dabei nach und nach Schilddrüsengewebe. Dadurch entsteht eine Schilddrüsenunterfunktion. Diese lässt sich jedoch mit entsprechenden Tabletten ausgleichen. Gefährlich wird eine Autoimmunthyreoiditis erst dann, wenn diese Therapie ausbleibt.

Welcher Tee ist gut bei Hashimoto? ›

Fenchel, Melisse und Thymian sind bekannt für ihre unglaublich antibakteriellen und antiviralen Eigenschaften. Thymian ist ein wichtiges Kraut bei allen möglichen Schilddrüsenerkrankungen.

Sind Haferflocken gut für Hashimoto? ›

Bei einer entsprechenden Ernährung werden somit glutenhaltige Getreidearten (und Produkte daraus, wie Brot, Gebäck und Pasta) gemieden, wie Weizen, Dinkel, Roggen , Gerste, Kamut, Einkorn etc. sowie zunächst auch Hafer.

Warum keine Tomaten bei Hashimoto? ›

Lebensmittel, die bei Menschen mit Hashimoto häufig Probleme verursachen. Zu dieser pflanzlichen Gruppe zählen Tomaten, Paprika und Kartoffeln (nicht jedoch Süßkartoffeln). Die Problematik der Nachtschattengewächse liegt in deren Verbindungen, konkret den Lektinen und Alkaloiden.

Warum keine Eier bei Hashimoto? ›

Denn Getreide, Hülsenfrüchte, Milch, Eier, Nüsse, andere Samen von Pflanzen – all diese Lebensmittel enthalten Eiweiß-Strukturen (Allergene), die das Immunsystem zusätzlich fordern können – vor allem dann, wenn die Darmgesundheit beeinträchtigt ist.

Warum keine Bananen bei Hashimoto? ›

Genießen Sie 1–2 Portionen Obst am Tag. Legen Sie dabei den Fokus auf zuckerarme Obstsorten, beispielsweise Beeren. Zuckerreiches Obst (Banane, Ananas, Mango, Weintrauben) sollten Sie hingegen in Maßen zu sich nehmen. Hashimoto geht häufig mit einer Glutenunverträglichkeit einher.

Warum keine Haferflocken bei Hashimoto? ›

Besonders Haferflocken und die darin enthaltenen Beta-Glucane binden Thyroxin wodurch es nicht mehr von der Darmschleimhaut aufgenommen werden kann.

Ist Ingwer gut für die Schilddrüse? ›

Bauen Sie beispielsweise selenreiche Lebensmittel wie Lachs, Champignons, Paranüsse oder Spargel in Ihre "Hashimoto-Rezepte" ein – Selen trägt zu einer normalen Schilddrüsenfunktion bei. Lindernd können auch sekundäre Pflanzenstoffe wirken, die etwa in Kakao, Zimt, Ingwer, Pfeffer oder Kurkuma enthalten sind.

Welcher Joghurt bei Hashimoto? ›

Milchprodukte sollten bei Hashimoto gar nicht oder nur in geringen Maßen verzehrt werden. Sie stehen im Verdacht, Schilddrüsenhormone zu hemmen und können überdies entzündungsfördernd wirken. Wenn überhaupt eignen sich fettarme Milchprodukte wie Buttermilch oder fettarmer Joghurt, Schnittkäse und Speisequark.

Wie fühlt man sich mit Hashimoto? ›

Die Hashimoto-Erkrankung äußert sich anfangs vereinzelt mit den typischen Symptomen einer Überfunktion der Schilddrüse wie Schwitzen, Herzrasen, Nervosität. Das liegt daran, dass im Anfangsstadium der Erkrankung die Hormone, die sich in der Schilddrüse befinden, durch den Abbau der Zellen passiv freigesetzt werden.

Bin ich mit Hashimoto chronisch krank? ›

Die Krankheit hat ihre Ursache im körpereigenen Abwehrsystem. Es greift "irrtümlich" das Gewebe der Schilddrüse an und schädigt es. So entsteht die chronische Schilddrüsenentzündung (chronische Thyreoiditis).

Welche Krankheiten können durch Hashimoto entstehen? ›

Wenn eine Hashimoto-Thyreoiditis zu einer Schilddrüsenunterfunktion führt, ist eine Behandlung wichtig. Sonst können langfristig Komplikationen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen auftreten. Sehr selten kommt es zu Krampfanfällen, Konzentrations-, Gedächtnis- oder Bewusstseinsstörungen bis hin zu Koma.

Was hat Hashimoto mit Gehirn zu tun? ›

Wenn Immunzellen das Gehirn angreifen

Als Hashimoto-Enzephalopathie bezeichnet man eine Autoimmunerkrankung des Gehirns. Typische Symptome: Probleme beim Denken und in der Wahrnehmung. Verwirrtheitszustände und Psychosen.

Hat man bei Hashimoto Schmerzen? ›

Beschwerden durch Hashimoto

Gelegentlich ist der Zerstörungsvorgang in der Schilddrüse allerdings so heftig, dass die Patienten unter lokalen Schmerzen am Hals leiden. Manche Patienten klagen darüber hinaus über Müdigkeit, Erschöpfung, Schlafstörungen. Muskel- oder Gelenkbeschwerden.

Was soll man bei Hashimoto nicht essen? ›

Wer an Hashimoto erkrankt ist, sollte aber auch nicht zu viel Jod essen, das dies eine Schilddrüsenunterfunktion verschlimmern kann. Von daher maßvoll mit Seetang und Algen die sehr viel Jod enthalten können. Hochdosiertes Jod als Nahrungsergänzungsmittel ist auch keine gute Idee.

Wie viel Selen am Tag bei Hashimoto? ›

Um einen Effekt auf die Antikörpertiter zu erzielen, müssen täglich 200 μg Natriumselenit (etwa selen-loges®) eingenommen werden. Bei einer Dosis von 100 μg täglich veränderte sich die Antikörperkonzentration nicht.

Ist Hashimoto eine schwere Krankheit? ›

Unbehandelt können Hashimoto-Thyreoiditis und Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) schwere Folgen haben, bis hin zu Koma und Tod.

Wie lange dauert es bis Hashimoto die Schilddrüse zerstört hat? ›

Bei Hashimoto greift das körpereigene Immunsystem das Schilddrüsengewebe an. Es kommt zu Entzündungen und schliesslich zu einem – über Jahre hinweg – schleichenden Auflösen der Schilddrüse.

Was tun bei Atemnot bei Hashimoto? ›

Bei akuten Schüben können Ärzte zusätzlich entzündungshemmende Medikamente verschreiben. Für Patienten mit Hashimoto, die trotz der Arzneimittel starke Beschwerden wie Kurzatmigkeit und Gewichtszunahme haben, kommt eine Operation infrage. Dabei entfernen Chirurgen die Schilddrüse.

Wie kann man die Schilddrüse beruhigen? ›

Quarkwickel und sanfte Massagen der Schilddrüse beruhigen das Entzündungsgeschehen in der Drüse. Zudem wirken sich alle Maßnahmen zum Stressabbau und zur Stressvermeidung positiv aus.

Warum kein Brokkoli bei Hashimoto? ›

Verzichten sollte man bei einer Schilddrüsenunterfunktion auf (rohes) Kohlgemüse wie beispielsweise Brokkoli oder Blumenkohl. Dieses Gemüse hat eine goitrogene Wirkung, was heißt, dass es die Jodaufnahme in der Schilddrüse hemmen kann.

Was regt den Stoffwechsel an bei Hashimoto? ›

Vermeiden Sie fett- und kohlenhydratreiche Lebensmittel. Verzichten Sie auf Zucker. Trinken Sie viel Wasser oder ungesüßte Tees (mind. 2,5 Liter täglich)

Ist Kaffee schlecht für die Schilddrüse? ›

Patienten mit Schilddrüsenunterfunktion sollten zur Einnahme von Schilddrüsenhormonen nicht Kaffee trinken, sondern Wasser verwenden. Kaffee verringert nämlich die Bioverfügbarkeit des Hormons.

Warum kein Rapsöl bei Hashimoto? ›

Die im Rapsöl enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe der Glucoinsolinate hemmen die Schilddrüsenfunktionalität. Aufgepasst: bei einer Schilddrüsenunterfunktion/Hypothyreose, bei Einnahme von Thyroxin sollten keine Haferprodukte gegessen werden.

Welche Nüsse sind gut für die Schilddrüse? ›

Durch regelmäßige Einnahmen von Selen, beispielsweise in Form von Paranüssen, können sich die Symptome verbessern. Die Antikörper, die die Schilddrüse schrumpfen lassen und das Problem somit verursachen, werden reduziert.

Was hat Vitamin D mit Schilddrüse zu tun? ›

VITAMIN D UND DIE SCHILDDRÜSE

Einige Studien konnten beobachten, dass bei Menschen mit einer unzureichenden Vitamin-D-Versorgung die Rate an Antikörpern gegen die thyreoidale Peroxidase (TPO-AK), einem zentralen Enzym im Schilddrüsenstoffwechsel, erhöht ist.

Ist L-Thyroxin auf Dauer schädlich? ›

Denn wenn keine Erkrankung vorliegt, produziert die Schilddrüse selbst ausreichend Thyroxin. Führt man dem Körper dann zusätzlich L-Thyroxin zu, können sich Symptome einer Schilddrüsenüberfunktion entwickeln wie Herzrasen, Bluthochdruck, Unruhe und Angst. Nehmen Sie L-Thyroxin niemals ohne ärztliche Empfehlung ein.

Wer bekommt Hashimoto? ›

Bei Hashimoto-Thyreoiditis besteht eine genetische Veranlagung. Eine krankhafte Erbanlage (genetische Disposition) ist die Grundvoraussetzung dafür, dass man gefährdet ist, an einer Autoimmunerkrankung wie Hashimoto-Thyreoiditis erkranken zu können.

Sind Tomaten gut für die Schilddrüse? ›

Lebensmittel 6 gegen Schilddrüsenüberfunktion: Tomate

Die Tomate hilft bei einer Schilddrüsenüberfunktion gleich in zweierlei Hinsicht. Nicht nur ist der Jodgehalt sehr niedrig, auch trägt sie dazu bei, den oft erhöhten Vitamin A-Bedarf zu decken.

Hat die Schilddrüse Einfluss auf die Augen? ›

Je nach Form der Schilddrüsenerkrankung ist auch eine Beteiligung der Augen möglich. Dies kann sich zum Beispiel in Form von Doppeltsehen durch Störungen im Bereich der Augenmuskulatur oder hervorstehende Augen im Rahmen der endokrinen Orbitopathie bemerkbar machen.

Welches Salz darf man bei Hashimoto verwenden? ›

Hashimoto-Patienten dürfen Jod zu sich nehmen. Sie sollten aber darauf achten, dass es dauerhaft nicht erheblich mehr ist als die empfohlene Tagesdosis, sprich 200 Mikrogramm pro Tag“, erklärt Dr. Feldkamp. So könnten Hashimoto-Patienten etwa bedenkenlos Jodsalz verwenden, Fisch essen und Urlaub an der See machen.

Was bewirkt L-Thyroxin bei Hashimoto? ›

L-Thyroxin

Wenn die kranke Schilddrüse zu wenig Hormone produziert, können sie von außen zugeführt werden. Der Arzt verschreibt im Normalfall das Schilddrüsenhormon Levothyroxin (L-Thyroxin). Es entspricht dem körpereigenen Hormon Thyroxin, kurz: T4, und wird im Organismus teilweise zu T3 (Trijodthyronin) umgewandelt.

Was passiert wenn Hashimoto die Schilddrüse zerstört hat? ›

Der Stoffwechsel arbeitet langsamer und die Leistungsfähigkeit der Erkrankten nimmt ab. Betroffene werden dauermüde, antriebslos, haben keine Lust mehr zu gar nichts, leiden unter depressiven Verstimmungen. Und sie nehmen stark zu.

Wie viel Prozent Schwerbehinderung bei Hashimoto? ›

Diagnosen: Hashimotothyreoiditis, Schilddrüsenunterfunktion. Richtsatzposition: 380 Gdb: 010 % Rahmensatzbegründung: medikamentös behandelbar.

Wie lange dauert es bis Hashimoto die Schilddrüse zerstört hat? ›

Bei Hashimoto greift das körpereigene Immunsystem das Schilddrüsengewebe an. Es kommt zu Entzündungen und schliesslich zu einem – über Jahre hinweg – schleichenden Auflösen der Schilddrüse.

Wie fühlt man sich bei Hashimoto? ›

Die Hashimoto-Erkrankung äußert sich anfangs vereinzelt mit den typischen Symptomen einer Überfunktion der Schilddrüse wie Schwitzen, Herzrasen, Nervosität. Das liegt daran, dass im Anfangsstadium der Erkrankung die Hormone, die sich in der Schilddrüse befinden, durch den Abbau der Zellen passiv freigesetzt werden.

Was soll man bei Hashimoto nicht essen? ›

Betroffene von Hashimoto sollten grundsätzlich auf eine zuckerarme, entzündungshemmende Ernährung achten. Fertigprodukte, Fast-Food, Süßigkeiten und Gebäck, Weißmehlprodukte und fetthaltige, stark gewürzte Lebensmittel und Speisen sollten sie besser nicht verzehren.

Bin ich mit Hashimoto chronisch krank? ›

Die Krankheit hat ihre Ursache im körpereigenen Abwehrsystem. Es greift "irrtümlich" das Gewebe der Schilddrüse an und schädigt es. So entsteht die chronische Schilddrüsenentzündung (chronische Thyreoiditis).

Wann wird Hashimoto gefährlich? ›

Wenn eine Hashimoto-Thyreoiditis zu einer Schilddrüsenunterfunktion führt, ist eine Behandlung wichtig. Sonst können langfristig Komplikationen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen auftreten. Sehr selten kommt es zu Krampfanfällen, Konzentrations-, Gedächtnis- oder Bewusstseinsstörungen bis hin zu Koma.

Sind Haferflocken gut für Hashimoto? ›

Bei einer entsprechenden Ernährung werden somit glutenhaltige Getreidearten (und Produkte daraus, wie Brot, Gebäck und Pasta) gemieden, wie Weizen, Dinkel, Roggen , Gerste, Kamut, Einkorn etc. sowie zunächst auch Hafer.

Wie erkenne ich einen Hashimoto Schub? ›

Das kann unter anderem folgende Symptome einer
  • Unruhe und Nervosität.
  • trotz gutem Appetit.
  • Herzklopfen.
  • Den Betroffenen ist schnell zu warm.
  • Bei Frauen: Zyklusstörungen.
  • Verdauungsprobleme.
  • Muskelschwäche.

Welche Sportart bei Hashimoto? ›

Es gibt einige Sportarten, die sich besonders gut für Betroffene von Hashimoto eignen. Dazu zählen vor allem Sportarten mit moderater Bewegung, die dem Körper nicht zu viel abverlangen. Dies sind zum Beispiel Joggen, Radfahren, Nordic-Walken oder Wandern.

Welche Begleiterkrankungen bei Hashimoto? ›

Mögliche Begleiterkrankungen bei Hashimoto-Thyreoiditis

Magen-Darm-Erkrankungen wie Colitis ulcerosa, Morbus Crohn, Zöliakie und Gastritis. Lebererkrankungen wie chronische autoimmune Hepatitis, Primär biliäre Zirrhose, IgG4-assoziierte Cholangitis, sklerosierende Cholangitis.

Ist Hashimoto eine schwere Krankheit? ›

Unbehandelt können Hashimoto-Thyreoiditis und Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) schwere Folgen haben, bis hin zu Koma und Tod.

Warum keine Haferflocken bei Hashimoto? ›

Besonders Haferflocken und die darin enthaltenen Beta-Glucane binden Thyroxin wodurch es nicht mehr von der Darmschleimhaut aufgenommen werden kann.

Was hat Hashimoto mit Gehirn zu tun? ›

Wenn Immunzellen das Gehirn angreifen

Als Hashimoto-Enzephalopathie bezeichnet man eine Autoimmunerkrankung des Gehirns. Typische Symptome: Probleme beim Denken und in der Wahrnehmung. Verwirrtheitszustände und Psychosen.

Warum keine Tomaten bei Hashimoto? ›

Lebensmittel, die bei Menschen mit Hashimoto häufig Probleme verursachen. Zu dieser pflanzlichen Gruppe zählen Tomaten, Paprika und Kartoffeln (nicht jedoch Süßkartoffeln). Die Problematik der Nachtschattengewächse liegt in deren Verbindungen, konkret den Lektinen und Alkaloiden.

Ist Ingwer gut für die Schilddrüse? ›

Bauen Sie beispielsweise selenreiche Lebensmittel wie Lachs, Champignons, Paranüsse oder Spargel in Ihre "Hashimoto-Rezepte" ein – Selen trägt zu einer normalen Schilddrüsenfunktion bei. Lindernd können auch sekundäre Pflanzenstoffe wirken, die etwa in Kakao, Zimt, Ingwer, Pfeffer oder Kurkuma enthalten sind.

Warum kein Brokkoli bei Hashimoto? ›

Verzichten sollte man bei einer Schilddrüsenunterfunktion auf (rohes) Kohlgemüse wie beispielsweise Brokkoli oder Blumenkohl. Dieses Gemüse hat eine goitrogene Wirkung, was heißt, dass es die Jodaufnahme in der Schilddrüse hemmen kann.

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Author: Maia Crooks Jr

Last Updated: 02/15/2023

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