Schambeinentzündung: Ursachen, Symptome (2022)

Kurzübersicht

  • Symptome: Schmerzen im Bereich des Schambeins, ggf. auch der Leiste, Hüfte oder am Damm, vor allem nach längerer Ruhephase, typisch bei bestimmten Bewegungen wie Treppensteigen
  • Behandlung: Meist konservativ, Trainingsstopp und Schonung, Schmerzmittel, Physiotherapie, bei schwerwiegenderem Verlauf Injektionen (Lokalanästhetika, Kortison), selten Operation
  • Ursachen und Risikofaktoren:Überbeanspruchung, insbesondere bei bestimmten Sportarten wie Fußball oder Tennis, seltener auch bei Schwangerschaft und nach der Geburt
  • Krankheitsverlauf und Prognose: Meist gut, aber langwieriger Heilungsverlauf über mehrere Monate möglich
  • Untersuchung und Diagnose: Anamnese, körperliche Untersuchung, ggf. bildgebende Verfahren
  • Vorbeugen:Aufwärm- und Dehnübungen vor dem Training, Kräftigung der Bauch- und Rumpfmuskulatur, Ausgleich von muskulären Fehlbelastungen
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Was ist eine Schambeinentzündung?

Die Schambeinentzündung (Osteitis ossis pubis) ist eine nicht-infektbedingte Entzündung von Schambeinfuge (Symphyse), Schambeinknochen und den unmittelbar umgebenden Strukturen. Sie wird in der Fachsprache als Osteitis pubis, Symphysenosteitis oder Pubalgie (Pubalgia) bezeichnet.

Die Schambeinentzündung trifft besonders Sportler. Pro Jahr erkranken etwa 0,5 bis sieben Prozent der Sportler an einer Schambeinentzündung – vor allem Fußballer. Auch bei anderen Sportlern wie Basketballern und Tennisspielern tritt eine Schambeinentzündung gelegentlich auf.

Betroffen sind vor allem Männer im Durchschnittsalter von 30 Jahren. Frauen, die eine Schambeinentzündung entwickeln, sind im Durchschnitt etwa 35 Jahre alt. Für die Patienten bedeutet die Erkrankung mitunter, über einen längeren Zeitraum mit dem Sport auszusetzen.

Was ist das Schambein?

Das knöcherne Becken besteht aus dem Kreuzbein und den zwei Hüftbeinen. Jedes Hüftbein setzt sich wiederum aus drei Teilen zusammen: Schambein (Os pubis), Darmbein und Sitzbein.

Die beiden Schambeine bilden den vorderen Teil des knöchernen Beckens. Sie sind über eine faserknorpelige Verbindung, die Schambeinfuge (Symphyse), miteinander verwachsen. Diese hält den Beckenring zusammen und ermöglicht es gleichzeitig, dass die Schambeine um einige Millimeter gegeneinander verschiebbar sind.

Beim Stehen auf zwei Beinen wird die Last des Rumpfes von der Wirbelsäule auf die Beine übertragen. Dabei wirken Zugkräfte an der Symphyse. Beim Stand auf einem Bein beziehungsweise beim Gehen steigt der Druck auf die Symphyse, weil zusätzlich noch Gewicht vom Spielbein hinzukommt.

Bei Schwangeren wird durch das ausgeschüttete Hormon Relaxin die Symphyse beweglicher. Dies erleichtert dem Kind bei der Geburt den Durchtritt durch das knöcherne Becken.

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Welche Symptome treten auf?

Ein typisches Symptom bei einer Schambeinentzündung sind Schmerzen im Bereich der Symphyse und der Schambeinäste. Diese sind mitunter so stark, dass Betroffene sportliche Aktivitäten einschränken oder sogar ganz unterlassen müssen. Die Symphyse ist deutlich druckschmerzhaft und der umgebende Bereich ist zum Teil geschwollen.

Manchmal sind die Schmerzen bei einer Schambeinentzündung nicht auf die Symphyse und die Schambeinäste begrenzt, sondern strahlen in die Leiste, Hüft- oder Dammregion aus. Schmerzen im Unterbauch und im Bereich des Beckenbodens sind ebenso möglich.

Typisch bei einer Schambeinentzündung ist außerdem der "Anlaufschmerz". Dabei sind die Schmerzen am stärksten beim Aufstehen nach längerem Sitzen und lassen bei gleichförmigen Bewegungen wie Gehen wieder nach. Ruckartige Bewegungen oder Treppensteigen bereiten den Betroffenen meist Schmerzen.

Fahrradfahren übt einen Druck auf das Schambein aus und ist bei einer Schambeinentzündung meist nicht möglich.

Sofern Sport überhaupt noch möglich ist, treten die Schmerzen oft erst nach Ende der körperlichen Belastung auf beziehungsweise verstärken sich gegen Abend.

Fieber ist eher für bakterielle Infekte typisch und fehlt bei der Schambeinentzündung.

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(Video) Schambeinentzündung | Was nun?

Wie lässt sich eine Schambeinentzündung behandeln?

Eine Schambeinentzündung ist eine Erkrankung, die in der Regel von selbst ausheilt. Daher wird sie zunächst konservativ behandelt. Bei einer hartnäckigen Schambeinentzündung besteht neben der Injektionstherapie die Möglichkeit einer operativen Behandlung.

Im Allgemeinen erfordert die Behandlung der Schambeinentzündung sehr viel Geduld, da es mitunter mehrere Monate dauert, bis sich ein Erfolg abzeichnet. Während der Therapie gilt es, schmerzauslösende Bewegungen möglichst zu vermeiden.

Therapie mit konservativen Methoden

Stellt der Arzt die Diagnose einer Schambeinentzündung zum ersten Mal, greift er zunächst auf konservative Behandlungsmethoden (einschließlich Physiotherapie) zurück. Gegen die Schmerzen helfen vorübergehend nicht-steroidale Entzündungshemmer (NSAR) wie Ibuprofen oder Diclofenac.

In einigen Fällen setzt der Arzt bei einer Schambeinentzündung Kortison ein. Manche Ärzte empfehlen zudem die Einnahme von Vitamin D.

(Video) Schambeinentzündung erkennen und behandeln

Unterstützend kommen gegebenenfalls bei einer Schambeinentzündung Ultraschallbehandlung, Kryo- und Elektrotherapie als Therapie infrage.

Als Hausmittel bei einer Schambeinentzündung tun manchen Betroffenen kühlende Kompressen gut.

Wichtig ist es, anfänglich eine Sportpause einzuhalten, um dann langsam wieder Schritt für Schritt ins Training einzusteigen. Insbesondere ist es ratsam, jegliche Anstrengung zu vermeiden, die zu einer starken Belastung des Beckengürtels und der Adduktoren führt.

Eine zu frühe sportliche Aktivität birgt das Risiko, dass der Schmerz chronisch wird. Das verschlechtert die Prognose.

Die Physiotherapie bei einer Schambeinentzündung konzentriert sich vor allem auf Übungen, die die Rumpf- und die Beckenbodenmuskulatur kräftigen und die Adduktorenmuskulatur dehnen.

Invasive, nicht-operative Therapie

Bestehen die Beschwerden trotz Schmerzmitteln und Physiotherapie weiterhin, kommt eine Injektions- oder Infusionstherapie infrage.

Injektionstherapie: Der Arzt spritzt Kortison und/oder ein lokales Betäubungsmittel in den Gelenkspalt. Etwa 80 Prozent der Patienten geben in der Folge eine Besserung der Beschwerden an.

Infusionstherapie: Eine weitere Therapieoption einer Infusionstherapie mit Bisphosphonaten wie Pamidronat. Sie hemmen den Knochenabbau. Diese Therapieform scheint erfolgversprechend, ist aber nicht zur Behandlung der Schambeinentzündung zugelassen, das heißt, sie wird nur im "off-label-use" angewendet.

Operative Therapie

Bei chronisch schmerzhafter Schambeinentzündung, bei der nach monatelanger konservativer Behandlung keine Besserung eintritt, besteht die Möglichkeit, eine Operation als Therapiemaßnahme in Erwägung zu ziehen. Zuvor ist es wichtig, mögliche Begleiterkrankungen auszuschließen.

Eine Operation bei einer Schambeinentzündung erfolgt immer in Vollnarkose. Vor allem bei Leistungssportlern hat sich gezeigt, dass eine sogenannte Kürettage (Ausschabung) zu guten Ergebnissen führt. Dabei wird etwas Gewebe an der Schambeinfuge abgeschabt.

In seltenen Fällen erfolgt eine Gelenkversteifung (Arthodese) der Symphyse. Dabei wird ein körpereigener Knochenspan eingesetzt und mit einer Platte fixiert.

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Welche Ursachen hat eine Schambeinentzündung?

Wird die Symphyse zu sehr beansprucht, kommt es mitunter zu einer Entzündung und zur Bildung von Narbengewebe. Dies führt unter Umständen dazu, dass der Knochen abgebaut wird und in angrenzenden Knochenregionen Zysten oder Stressfrakturen (stressbedingte Brüche) entstehen.

Die Schambeinentzündung tritt besonders häufig bei Sportarten auf, bei denen große Zugkräfte auf die Symphyse einwirken. Dazu gehören Sportarten mit vielen Sprint- und Schusselementen oder schnellen Richtungswechseln. Als Risikosportarten für eine Schambeinentzündung gelten demnach vor allem:

  • Fußball
  • American Football
  • Basketball
  • Tennis
  • Laufsportarten

Auch Schwangerschaft und Geburt sind manchmal die Ursache für eine Schambeinentzündung. Untersuchungen zeigten Schäden an der Symphyse bei Frauen nach der Geburt. Ob die Mechanismen denen bei Sportlern mit Schambeinentzündung ähneln, lässt sich bislang nicht sicher sagen.

Für Frauen, die während der Schwangerschaft oder nach der Geburt Schmerzen am Schambein haben, ist es ratsam, sich an ihren Frauenarzt zu wenden.

Des Weiteren entsteht in seltenen Fällen eine Schambeinentzündung als Komplikation von OPs im Beckenbereich (zum Beispiel an der Prostata). Bei einem Blasenkatheter, der oberhalb des Schambeins durch die Bauchwand in die Harnblase eingeführt wird, entwickelt sich in seltenen Fällen eine Schambeinentzündung.

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Wie lange dauert eine Schambeinentzündung?

In einigen Fällen heilt eine Schambeinentzündung spontan aus, manchmal nach länger bestehenden Beschwerden über Wochen bis Monate. In anderen Fällen nimmt eine Osteitis pubis einen langandauernden, äußerst schmerzhaften Verlauf mit längerfristiger Sportunterbrechung.

Das erfordert vom betroffenen Sportler, vom Trainer, Physiotherapeuten und behandelnden Arzt gleichermaßen viel Geduld. Denn die Heilung einer Schambeinentzündung lässt sich nicht beschleunigen. Eine konservative Therapie ist aber in den meisten Fällen ausreichend.

Schambeinentzündung: Wie lange kein Sport?

Nach der Behandlung, wenn eine volle Schmerzfreiheit besteht, ist es möglich, wieder Sport in der ursprünglichen Art und Weise auszuüben. Als Ausnahme ist ein leichtes Lauftraining je nach Beschwerdesymptomatik schon früher möglich.

Wie stellt der Arzt eine Schambeinentzündung fest?

Die Diagnose der Schambeinentzündung ist nicht leicht. Die beschriebenen Schmerzen treten mitunter auch bei anderen Sportverletzungen und -krankheiten auf, etwa bei einer Leistenzerrung, einem Adduktorensyndrom (Überlastung bestimmter Sehnen) oder anderen schmerzhaften Erkrankungen in der Leiste.

Auch das Hüftgelenk wird oft als Schmerzursache verdächtigt. Insgesamt gilt es, eine Schambeinentzündung gegen folgende Erkrankungen und Verletzungen mit ähnlichen Symptomen abzugrenzen:

  • Knochenmarksentzündung (Osteomyelitis)
  • Stress-/Ermüdungsfrakturen im Bereich des Beckenknochens
  • Abrissfrakturen der Sehnenansätze
  • Leistenbrüche (Hernien)
  • Nervenengpasssyndrome
  • Insertionstendinose (chronische Reizung eines Sehnenansatzes am Knochen)
  • Adduktorenzerrung (Adduktoren = Muskeln an der Innenseite des Oberschenkels)
  • Erkrankungen des Harn- und Geschlechtstraktes
  • Rheumatologische Erkrankungen
  • Neoplasien (Neubildungen von Gewebe)

Anamnese

Um der Ursache der Beschwerden auf den Grund zu gehen, wird der Arzt zuerst die Krankengeschichte erheben (Anamnese), indem er sich ausführlich mit dem Patienten unterhält. Mögliche Fragen dabei sind zum Beispiel:

  • Haben Sie Schmerzen beim Gehen oder Treppensteigen?
  • Gelingt es Ihnen, auf einem Bein zu stehen?
  • Wo genau sitzen die Schmerzen?
  • Wie lange dauert der Schmerz in der Regel an?
  • Treiben Sie Sport? Wenn ja, welchen?
  • Wann lässt der Schmerz nach?

Körperliche Untersuchung

Anschließend folgt eine körperliche Untersuchung. Bei einer Schambeinentzündung stellt der Arzt dabei meist Druckschmerzen über der Symphyse beziehungsweise den Schambeinästen fest.

Beim sogenannten Symphysen-Klaff-Test übt der Arzt Druck auf bestimmte Sehnenansätze (Adduktorenansätze) aus. Bereitet dies Schmerzen, ist es ein Hinweis auf eine Schambeinentzündung.

Blutuntersuchung

Eine Blutuntersuchung ergibt bei einer Schambeinentzündung keine erhöhten Entzündungsparameter – ganz im Gegensatz zur seltenen septischen Entzündung der Symphyse, bei der die Entzündungswerte erhöht sind.

Bildgebende Verfahren

Bildgebende Verfahren helfen bei der Diagnose einer Schambeinentzündung. Wichtig ist jedoch die Abgrenzung zu infektiösen Erkrankungen, da die Bildgebung häufig ähnlich ist, sodass Schambeinentzündung und infektiöse Entzündungen oft nur schwer voneinander zu unterscheiden sind.

Röntgenuntersuchungensind zum Ausschluss einer Stressfraktur sinnvoll und zeigen auch typische Hinweise auf eine Schambeinentzündung. Dazu zählen etwa verdichtetes Knochengewebe unterhalb des Knorpels, Zysten oder knöcherne Unregelmäßigkeiten. Oft ist der Symphysenspalt verbreitert.

Eine weitere bildgebende Maßnahme bei Verdacht auf Schambeinentzündung ist die Szintigrafie(vor allem 3-Phasen-Skelettszintigrafie mit Technetium-99m), eine nuklearmedizinische Untersuchung. Sie eignet sich bereits im Frühstadium und um die Schambeinentzündung von einer Knochenmarksentzündung abzugrenzen.

Auch die Kernspintomografie (Magnetresonanztomografie, MRT) bietet eine gute Möglichkeit, um die Schambeinentzündung diagnostisch abzugrenzen. Im MRT ist eine Osteitis pubis bereits frühzeitig erkennbar, etwa an Flüssigkeitsansammlungen im Knochen (Knochenmarksödeme) in der Schambeinregion.

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(Video) Schambeinentzündung & Adduktorenschmerzen ⚡️ So behandelst du dich selbst!

Wie lässt sich einer Schambeinentzündung vorbeugen?

Bestimmte Maßnahmen eignen sich, um einer Schambeinentzündung vorzubeugen. Dazu gehört, den ganzen Körper vor dem Sport aufzuwärmen, die Adduktoren zu dehnen und gezielt die Bauch- und Rumpfmuskulatur zu trainieren, um diese aufzubauen und zu stabilisieren.

(Video) Was tun bei einer Schambeinentzündung I Wolf on Tour Folge 25

Eine Fehlstatik des Fußgewölbes lässt sich durch geeignete Einlagen anpassen. Ungleichgewichte zwischen den muskulären Gegenspielern gilt es, wenn möglich, durch ein geeignetes Training auszugleichen.

Mobilitätsstörungen des Iliosakralgelenks (zwischen Kreuzbein und Darmbein) lassen sich durch manualmedizinische Methoden wieder beheben.

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FAQs

Woher bekommt man eine Schambeinentzündung? ›

Die Ursache liegt in der Regel bei einer Überbeanspruchung. Durch ständige Bewegung wird die Schambeinfuge stark gereizt. Das kann durch angeborene Instabilitäten oder Fehlstellungen begünstigt werden. Auch wenn oft Leistungssportler betroffen sind, nimmt die Erkrankung auch in der normalen Bevölkerung zu.

Wie erkenne ich eine Schambeinentzündung? ›

Symptome bei Schambeinreizung

brennender oder stechender Leistenschmerz. häufig einseitige Schmerzen am Adduktorenansatz der Schambeinfuge. Schmerzzunahme beim Laufen oder abrupter Belastung wie Ballschießen, Bremsen, Starten, Richtungswechsel und beim Liegen auf der betroffenen Seite.

Ist eine Schambeinentzündung schlimm? ›

Bleibt eine Schambeinentzündung unbehandelt, kann sich im Bereich der Symphyse krankhaftes Narbengewebe bilden. Im schlimmsten Fall folgt ein Knochenabbau, es bilden sich Zysten oder es kommt zu Stressfrakturen.

Welcher Arzt behandelt eine Schambeinentzündung? ›

Welcher Arzt stellt die Diagnose "Schambeinentzündung"? Betroffene Sportler gehen meist mit Schmerzen in der Leistengegend, im Schambeinbereich, im Unterbauch oder mit Hüftschmerzen zum Orthopäden.

Wie fühlt sich Symphysenschmerz an? ›

Symphysenschmerzen sind beim Treppensteigen und Bücken besonders spürbar. Sie können bis in die Hüften und Beine ausstrahlen. Häufig werden die beiden Kreuz-Darmbein-Gelenke (Iliosakralgelenke) in Mitleidenschaft gezogen. Diese Beschwerden werden oft als Rückenschmerzen empfunden.

Was ist eine schambeinreizung? ›

Die Schambeinentzündung (Osteitis pubis, OP) ist eine nicht infektiöse, chronische Entzündung der Schambeinfuge und der sie umgebenden Weichteile mit vielfältigen Ursachen. Diese führen dann in der Regel zu Leisten- oder Unterbauchschmerzen. Die genaue Ursache der Schambeinentzündung ist noch nicht vollständig geklärt.

Welcher Muskel liegt über dem Schambein? ›

Auf der anderen Seite endet der Schambeinkamm in einem Höcker (Eminentia iliopubica) an der Grenze zum Darmbein. Das Schambein begrenzt außerdem den vorderen Bogen des durch Muskeln (Musculus obturator externus und internus) „verstopften Lochs“ (Foramen obturatum).

Ist das Schambein vorne oder hinten? ›

Nach vorn-oben ist das Schambein mit dem Darmbein (Os ilium) und nach unten (bei Tieren nach hinten) mit dem Sitzbein (Os ischii) knöchern verwachsen. Das Schambein bildet den vorderen Teil der Hüftgelenkpfanne (Acetabulum), die mit dem Oberschenkelkopf das Hüftgelenk bildet.

Welche Tabletten helfen bei Schambeinentzündung? ›

Gegen die Schmerzen helfen vorübergehend nicht-steroidale Entzündungshemmer (NSAR) wie Ibuprofen oder Diclofenac. In einigen Fällen setzt der Arzt bei einer Schambeinentzündung Kortison ein.

Wo schmerzt das Schambein? ›

Typisch sind Symphysen-Schmerzen, die in umliegende Regionen wie den unteren Bauch und Rücken sowie die Dammregion ausstrahlen. Druckschmerzen am Schambein, insbesondere im Bereich der Schambeinäste und der Schambeinfuge aufgrund von Wassereinlagerungen.

Wie taste ich das Schambein? ›

Das ist Ihr Schambein! Legen Sie nun beide Hände unter Ihr Gesäß. Tasten Sie sich ein wenig in die Tiefe und spüren auch dort beidseits einen harten Widerstand: Ihre Sitzbeinhöcker! Zwischen den Sitzbeinhöckern können Sie Ihr Steißbein ertasten.

Welcher Sattel bei Schambeinschmerzen? ›

Schambein Schmerzen beim Fahrradfahren treten bei Frauen durch ihren deutlich tieferliegenden Schambeinbogen auf. Unangenehme Druckstellen entstehen hier häufig durch einen zu hohen Druck der Sattelnase. Um den Druck vom Schambein zu nehmen ist es wichtig, einen Sattel mit einer tieferliegenden Sattelnase zu wählen.

Wie Symphyse entlasten? ›

Zwickt es in der Symphysengegend, sind häufiges Treppensteigen und schweres Heben schlecht. Unterlassen sollten Frauen dann auch Spreiz- und Scherbewegungen. Der Schneidersitz und große Schritte sind also tabu. Um die Symphyse zu entlasten, legen Schwangere beim Schlafen einfach ein Stillkissen zwischen die Beine.

Welche Übungen helfen bei Symphysenschmerzen? ›

Komm' auf alle vier, also in den Vierfüßlerstand. Deine Hände befinden sich unter deinen Schultern und deine Knie unter den Hüften. Bringe nun deine Knie mattenweit auseinander. Das ist besonders wichtig für deine Schambeinfuge – also auch bei Symphysenschmerzen.

Kann eine Symphysenlockerung gefährlich werden? ›

Ist eine Symphysenlockerung gefährlich? Nein, weder für die Frau noch für das Baby, sagt Locher. Es handele sich um sogenannte funktionelle Beschwerden, die sich nicht negativ auf den Verlauf der Schwangerschaft oder die Entwicklung des Babys auswirken.

Was kann das sein wenn es in der Leiste weh tut? ›

Beschwerden in der Leiste mit vielfältigen Ursachen

Die meisten Menschen assoziieren direkt einen Leistenbruch mit dem Schmerz, oftmals sind es jedoch Erkrankungen der Knochen, Gefäßveränderungen oder Muskel-, Band- oder Sehnenverletzungen. Auch Sportler sind häufig betroffen.

Welche Übungen bei Schambeinentzündung? ›

Variante 1: Das Becken bleibt liegen, Rücken entspannt und die Arme sind im Unterarmstütz. Variante 2: Mit den Armen nach oben stemmen, sodass eine Dehnung auf der Vorderseite akzeptiert werden kann. Das Becken bleibt liegen, der Rücken entspannt und die Arme sind im Armstütz.

Wie heisst der Knochen über der Vagina? ›

Knochen des Beckens

Der obere Teil wird als Darmbeinschaufel bezeichnet und ihr könnt die Ränder spüren, wenn ihr mit den Händen in die Taille greift und nach unten rutscht bis ihr die Beckenknochen spürt.

Wie heißt der Knochen neben der Scheide? ›

Die Pelvis ist das knöcherne Becken des Menschen, also der Bereich zwischen dem Bauch und den Beinen. Verschiedene Knochen bauen das Becken auf, das sich in zwei Bereiche gliedert: das große und das kleine Becken.

Was tun bei Schmerzen der Symphyse? ›

Für Symphysen-Schmerzen gibt es unterschiedliche Behandlungen. Ihre Hebamme kann Ihnen sanfte Übungen zeigen, die die Beckenmuskulatur kräftigen. Grundsätzlich kann auch Beckenboden-Training helfen, da diese Muskeln zur Stabilität des Beckens beitragen.

Ist eine Schambeinentzündung heilbar? ›

Das erfordert vom betroffenen Sportler, vom Trainer, Physiotherapeuten und behandelnden Arzt gleichermaßen viel Geduld. Denn die Heilung einer Schambeinentzündung lässt sich nicht beschleunigen. Eine konservative Therapie ist aber in den meisten Fällen ausreichend.

Was kann die Ursache für Schmerzen in der Leiste sein? ›

Beschwerden in der Leiste mit vielfältigen Ursachen

Die meisten Menschen assoziieren direkt einen Leistenbruch mit dem Schmerz, oftmals sind es jedoch Erkrankungen der Knochen, Gefäßveränderungen oder Muskel-, Band- oder Sehnenverletzungen. Auch Sportler sind häufig betroffen.

Was kann man gegen Symphysenschmerzen tun? ›

Bei der Therapie kommen verschiedene Maßnahmen zum Einsatz:
  1. Stabilisierung und Entlastung mit einer Orthese.
  2. medikamentöse Schmerzlinderung.
  3. physiotherapeutische Maßnahmen einschließlich Dehnung und Kräftigung der Muskulatur.
  4. Wärme- und Infrarotanwendungen sowie Massagen.
  5. Operation bei dauerhafter Schädigung der Symphyse.

Welcher Sattel bei Schambeinschmerzen? ›

Schambein Schmerzen beim Fahrradfahren treten bei Frauen durch ihren deutlich tieferliegenden Schambeinbogen auf. Unangenehme Druckstellen entstehen hier häufig durch einen zu hohen Druck der Sattelnase. Um den Druck vom Schambein zu nehmen ist es wichtig, einen Sattel mit einer tieferliegenden Sattelnase zu wählen.

Welcher Muskel liegt über dem Schambein? ›

Auf der anderen Seite endet der Schambeinkamm in einem Höcker (Eminentia iliopubica) an der Grenze zum Darmbein. Das Schambein begrenzt außerdem den vorderen Bogen des durch Muskeln (Musculus obturator externus und internus) „verstopften Lochs“ (Foramen obturatum).

Ist das Schambein vorne oder hinten? ›

Nach vorn-oben ist das Schambein mit dem Darmbein (Os ilium) und nach unten (bei Tieren nach hinten) mit dem Sitzbein (Os ischii) knöchern verwachsen. Das Schambein bildet den vorderen Teil der Hüftgelenkpfanne (Acetabulum), die mit dem Oberschenkelkopf das Hüftgelenk bildet.

Wo tut Symphyse weh? ›

Symphysen-Schmerzen treten häufig bei Schwangeren auf, die ihr zweites oder ein weiteres Kind bekommen, typischerweise ab Mitte der Schwangerschaft. Die Schmerzen können bis in die Hüften und Beine ausstrahlen. Manchmal sind sie so stark, dass jede Bewegung schwerfällt. Oft haben die Frauen zusätzlich Rückenschmerzen.

Wie fühlt sich eine leisten Entzündung an? ›

Symptome: In der Leiste tritt eine pulsierende Geschwulst auf, die an Größe zunehmen und schmerzhaft sein kann (aber nicht muss). Als Folge des Aneurysmas kann es zu Durchblutungsstörungen im Bein mit Blässe der Haut und Schmerzen in Ruhe und bei Belastungen kommen.

Können Schmerzen in der Leiste vom Darm kommen? ›

Gefährlich wird es, wenn durchbrochene Bauchorgane wie etwa ein Stück Darm in der Lücke der Bauchwand eingeklemmt werden. Das kann heftige Leistenschmerzen auslösen und muss schnellstens behandelt werden - unter Umständen besteht Lebensgefahr!

Welcher Nerv strahlt in die Leiste? ›

Der Nervus cutaneus femoris lateralis geht aus dem Rückenmark in Höhe der Lendenwirbelsäule hervor und versorgt den seitlichen Oberschenkel sensibel (fühlen von Berührung, Schmerz, Wärme etc.). Vor allem unterhalb des Leistenbandes kann er durch Druck oder Verletzungen geschädigt werden.

Wo ist das Schambein bei der Frau? ›

2.1 Aufbau und Lage des Schambeins

Das Schambein ist durch die Schambeinäste sowohl links als auch rechts an der Vorderseite des Beckens verordnet. Zusammen bilden die Äste die Schambeinfuge, auch Symphyse genannt. Diese sitzt im Bereich des unteren Beckens und stabilisiert die gesamte Hüftregion.

Kann man das Schambein fühlen? ›

Das ist Ihr Schambein! Legen Sie nun beide Hände unter Ihr Gesäß. Tasten Sie sich ein wenig in die Tiefe und spüren auch dort beidseits einen harten Widerstand: Ihre Sitzbeinhöcker! Zwischen den Sitzbeinhöckern können Sie Ihr Steißbein ertasten.

Kann eine Symphysenlockerung gefährlich werden? ›

Ist eine Symphysenlockerung gefährlich? Nein, weder für die Frau noch für das Baby, sagt Locher. Es handele sich um sogenannte funktionelle Beschwerden, die sich nicht negativ auf den Verlauf der Schwangerschaft oder die Entwicklung des Babys auswirken.

Wie sitzt man auf dem Fahrrad richtig? ›

Bei den meisten Sattelstützen lässt sich der Sattel nach vorn und hinten verschieben. Für die richtige Position die Tretkurbel waagerecht nach vorn stellen. Dann auf den Sattel setzen und einen Fuß mit dem Ballen auf die Pedale stellen. Die Kniescheibe sollte nun genau über der Achse der Pedale stehen.

Warum schmaler Sattel? ›

Ein weicher Sattel wird durch Körperwärme verformt und bietet dadurch bei längeren Touren im Endeffekt zu wenig Unterstützung. Man kann dann Satteldruck empfinden, denn die Nerven werden überbelastet. Wenn Sie mehr nach vorne gebogen sitzen, ist ein schmaler Sattel besser.

Warum rutsche ich auf dem Fahrradsattel immer nach vorne? ›

Rutscht der Po auf dem Sattel nach vorn, obwohl Sattellage und Rückenlinie korrekt sind, ist das ein Hinweis auf einen zu breiten Sattel und eine zu breite Sattelnase. Selbst wer einen breiten Po hat, sollte mal einen schmaleren Sattel ausprobieren.

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Author: Rueben Jacobs

Last Updated: 10/31/2022

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Name: Rueben Jacobs

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