Schmerzmanagement - Maßnahmen & Ablauf (2022)

Ersparen Sie dem Patienten unnötige Schmerzen.

Schmerzmanagement - Maßnahmen & Ablauf (1)

Inhaltsverzeichnis

  • Was ist Schmerzmanagement?
  • Grundlagen desSchmerzmanagements: Kann man Schmerzen messen?
  • Schmerzmanagement in der Pflege
  • Fragebogen: Audit Expertenstandard „Schmerzmanagement in der Pflege“
  • 4 Schritte zur Implementierung des Expertenstandards Schmerzmanagement
  • Schmerzmanagement in der Pflege: Maßnahmen
  • Unterstützung im Schmerzmanagement: Wie funktioniert die Beratung von Angehörigen?
  • Blick in die Zukunft

Der ExpertenstandardSchmerzmanagement in der Pflege bei akuten Schmerzen“ hat sich zum Ziel gesetzt, Patienten/Bewohnern mit akuten oder zu erwartenden Schmerzen durch ein angemessenes Schmerzmanagement unnötiges Leid zu ersparen sowie einer Chronifizierung von Schmerzen vorzubeugen.

DerExpertenstandardrichtet sich an Pflegekräfte in der ambulanten Pflege, der stationären Altenhilfe und in Krankenhäusern, die durch ihr Handeln und ihre Interaktion mit dem an Schmerzen Leidenden Einfluss auf sein Schmerzerleben nehmen und es aktiv und positiv im Sinne des Patienten/Bewohners mitgestalten.

Was ist Schmerzmanagement?

Schmerztherapie beschreibt im Allgemeinen den medizinischen Vorgang, durch den dem Patienten der Schmerz genommen werden soll. Zum Einsatz können eine Vielzahl an Möglichkeiten kommen: von Medikamenten bis hin zu psychologischen Sitzungen. Diese Möglichkeiten gehen einher mit der Vielfalt an Erkrankungen, mit denen sich die Medizin täglich beschäftigt. Es ist wichtig, dass das Personal, welches im Bereich der Schmerztherapie arbeitet, ausreichend ausgebildet ist. Andernfalls ist eine sinnvolle Therapie nicht möglich.

Das Schmerzmanagement beschreibt darauf aufbauend eine systematische Herangehensweise an die Behandlung von Schmerzpatienten. Es gilt, verschiedene Aspekte zu beachten, um die Therapie bzw. Schmerzlinderung erfolgreich zu gestalten. Neben regelmäßigen Schmerzabfragen spielen auch die Maßnahmen abseits der Medikation eine große Rolle für die Heilung des Patienten. Ein effizientes Schmerzmanagement ist aus deutschen Krankenhäusern nicht mehr wegzudenken.

Präambel zum Expertenstandard „Schmerzmanagement in der Pflege bei akuten Schmerzen“

Das Erleben von akuten Schmerzen hat Auswirkungen auf das physische, psychische und auch das soziale Befinden von Patienten/Bewohnern. Die negativen Auswirkungen von nicht oder nicht ausreichend gelinderten Schmerzen reichen von einer momentanen Belastung und Beeinträchtigung der Lebensqualität bis zu lang andauernden Einschränkungen der Qualität der gesamten Lebenssituation.

Das Ausmaß des Leids, das beim Einzelnen durch Schmerzen entsteht, wird häufig durch die Risiken der Chronifizierung und deren volkswirtschaftliche und gesundheitsökonomische Folgen in Zahlen gefasst. Doch für das individuelle Leiden unter akutem Schmerz bspw. in einer Notfallsituation gibt es bisher kein praktikables Maß, weder ökonomisch noch neurobiologisch.

Zudem haben Schmerzereignisse erheblichen Einfluss auf Heilungs- oder Genesungsprozesse. Schmerzbedingte Komplikationen können eine Leiderfahrung verlängern und bei einer damit einhergehenden Verweildauerverlängerung im Krankenhaus Kosten für das Gesundheitswesen verursachen. Vor allem jedoch formt jede Schmerzerfahrung eines Menschen seine nächste.

Die Schmerzgeschichte und insbesondere die psychosozialen Elemente sind daher Faktoren, die zunehmend in das Interesse der Forschung rücken. Für den pflegerischen Auftrag des Schmerzmanagements besteht in diesen Dimensionen des Schmerzerlebens eine besondere Herausforderung, die sich auf die Wahrnehmung relevanter Einflussfaktoren, aber auch auf den Umgang mit Schmerzsituationen in verschiedenen Versorgungsbereichen bezieht.

Was ist Schmerz?

Der Begriff beschreibt grundsätzlich ein unangenehmes Empfinden. Es kann sich hierbei sowohl um körperliches als auch um geistiges Unwohlsein handeln. Schmerz wird von internen Faktoren,wie zum Beispiel Entzündungen im Nervensystem, aber auch von externen Faktoren, beispielsweise von Kälte oder Verletzungen, beeinflusst.

Aufgrund dessen erfüllt das Gefühl einen wichtigen Zweck im menschlichen Körper. Die Empfindung weist den Menschen darauf hin, dass innerhalb des Körpers Prozesse ablaufen, die von der Norm abweichen. Schmerz gilt dementsprechend als ein Warnsignal des Körpers.

Hinweis

Bei Schmerzen handelt es sich immer um eine subjektive Wahrnehmung. Schmerzen sind daher sehr individuell und werden in unterschiedlichem Maße wahrgenommen.

(Video) Schmerzmanagement: Differenziertes Schmerzassesment | Expertenstandards Pflege | smartAware

Schmerzen und ihre Folgen

Schmerz hat nicht nur Auswirkungen auf das körperliche Wohlbefinden. Die Nebenwirkungen von Schmerz reichen deutlich weiter. Er greift auch die Psyche an und hat somit Auswirkungen auf das soziale und geistige Wohlbefinden. Wird eine Schmerztherapie also nicht entsprechend durchgeführt, kann dies enorme Auswirkungen auf das Leben des Patienten haben. Von einem chronischen Schmerz, der sich entwickeln kann, einmal abgesehen, können viele psychische Beschwerden die Folge sein.

Mögliche Folgen von anhaltendem Schmerz:

PhysischeFolgen:

  • Kraftlosigkeit
  • Erbrechen
  • Appetitlosigkeit
  • Verstopfung
  • Erhöhter Blutdruck und Puls, was wiederum Auswirkungen auf Wundheilungsprozesse haben kann
  • Einschränkung der Mobilität, was sich auf die gesamte Gesundheit auswirkt

Psychische & geistige Folgen:

  • Angst
  • Depressionen
  • Schlafstörungen
  • Selbstmordgedanken

Soziale Folgen:

  • Passivität
  • Häufige Arztbesuche
  • Arbeitsunfähigkeit
Schmerzmanagement - Maßnahmen & Ablauf (2)

Grundlagen desSchmerzmanagements: Kann man Schmerzen messen?

Einen Überblick zu bekommen, in welchem Rahmen sich die Schmerzen des Patienten bewegen, ist für die Ärzte und das Pflegepersonal essenziell. Nur so ist es möglich, eine geeignete Therapie zu finden und die Medikamente richtig zu dosieren. Da es sich bei der Schmerzwahrnehmung um eine subjektive Wahrnehmung handelt, können sie von Außenstehenden nur erahnt werden. Fakt ist aber, dass die Schätzungen meist unter dem tatsächlichen Schmerz angesiedelt werden.

Daher ist es wichtig, dass gleich zu Beginn der Therapie ausführlich über den Schmerzzustand des Patienten gesprochen wird. Diese Abfrage sollte im Verlauf der Therapie in regelmäßigen Abständen wiederholt werden. So kann nachverfolgt werden, dass die Therapie anschlägt und ob die Medikamente ausreichend oder eventuell zu hoch dosiert sind. Auch etwaige Nebenwirkungen können so erkannt und dementsprechend umgangen werden.

Die Aufgabe der Ärzte und des Pflegepersonals liegt darin, die Patienten zu ermutigen, offen über ihre Schmerzen zu sprechen. Nur so kann eine individuell angepasste Therapie ermöglicht werden.

Um den Schmerz des Patienten besser einschätzen zu können, wurden innerhalb der letzten Jahre unterschiedliche Skalen entwickelt. Diese sollen bei der Einschätzung der Schmerzen verwendet werden. Wichtig ist hierbei, den Patienten an die jeweilige Skala heranzuführen und ausreichend zu erklären. Es muss sichergestellt sein, dass es zu keinen Missverständnissen und einer daraus folgenden falschen Therapiemaßnahme kommt.

Visuelle AnalogskalaBei dieser hat der Patient die Möglichkeit, seinen Schmerz auf einer Skala einzuordnen. Die Skala ist lediglich an den Enden beschriftet („kein Schmerz“ / „unerträglicher Schmerz„). Die Entscheidung wird nach Augenmaß gefällt.
Numerische EinschätzungsskalaDie numerische Skala ist mit den Werten eins bis zehn beschriftet, wobei eins keinem Schmerz und zehn einem unerträglichen Schmerz entspricht. Der Patient hat bei dieser Skala eine bessere Orientierung und entscheidet nicht nur nach Augenmaß.
Verbale EinschätzungsskalaDie Skala sieht eine Frage vor, auf die der Patient zu antworten hat. Hier wird lediglich zwischen fünf Schmerzstufen unterschieden: kein Schmerz, leichter Schmerz, mäßiger Schmerz, starker Schmerz, stärkster (vorstellbarer) Schmerz.

Fazit

Schmerzen lassen sich nicht mit technischen Geräten messen. Bei der Dokumentation der Schmerzen handelt es sich immer um subjektive, vom Patienten angegebene, Werte.

Schmerzmanagement in der Pflege

Gerade im Bereich der Pflege spielt die Behandlung von Schmerzen eine große Rolle. Das DNQP hat sich in den letzten Jahren vermehrt mit dem Bereich des Schmerzmanagements auseinandergesetzt. Menschen, die unter akuten oder chronischen Schmerzen leiden, sind auf die Medizin angewiesen, um Besserung zu erlangen. Das DNQP setzt in seinem Programm in erster Linie auf regelmäßige Schmerzeinschätzungen durch den Patienten. Auch die Schmerzerfassung und die Schmerzbehandlung sind grundlegende Faktoren, mit der sich das DNQP beschäftigt.

Da gerade bei stationärer Behandlung die Berührungspunkte zwischen den Pflegekräften und den Patienten größer sind als zwischen dem Arzt und den Patienten, müssen diePflegefachkräfte in dem Bereich der Schmerztherapie gut ausgebildet sein.Während dieses Prozesses wurden einige Maßnahmen entwickelt, die Schmerzbehandlung zu optimieren.

Das Fundament des Expertenstandards liegt allerdings in der Einhaltungbestimmter Abläufe. Um diese gewährleisten zu können, ist es empfehlenswert, regelmäßige Weiterbildungsmaßnahmen, insbesondere für Pflegefachkräfte, anzubieten.

Expertenstandard „Schmerzmanagement in der Pflege bei akuten Schmerzen“ (Auszug)

Deutsches Netzwerk für Qualitätssicherung in der Pflege (DNQP)

Standardaussage:

Jeder Patient / Betroffene mit akuten oder tumorbedingten chronischen Schmerzen sowie zu erwartenden Schmerzen erhält ein angemessenes Schmerzmanagement, das dem Entstehen von Schmerzen vorbeugt, sie auf ein erträgliches Maß reduziert oder beseitigt.“

Begründung:

„Eine unzureichende Schmerzbehandlung kann für Patienten / Betroffene gravierende Folgen haben, z. B. physische und psychische Beeinträchtigungen, Verzögerungen des Genesungsverlaufs oder Chronifizierung der Schmerzen. Durch eine rechtzeitig eingeleitete, systematische Schmerzeinschätzung, Schmerzbehandlung sowie Schulung und Beratung von Patienten / Betroffenen und ihren Angehörigen tragen Pflegefachkräfte maßgeblich dazu bei, Schmerzen und deren Auswirkungen zu kontrollieren bzw. zu verhindern.“

Schmerzmanagement - Maßnahmen & Ablauf (3)

Zielsetzung des Expertenstandards Schmerzmanagement

Übergreifende Zielsetzung des Expertenstandards ist, Patienten/Bewohnern mit akuten oder zu erwartenden Schmerzen durch ein angemessenes Schmerzmanagement unnötiges Leid zu ersparen sowie einer Chronifizierung von Schmerzen vorzubeugen. Der Expertenstandard richtet sich an Pflegekräfte in der ambulanten Pflege, der stationären Altenhilfe und in Krankenhäusern, die durch ihr Handeln und ihre Interaktion mit dem an Schmerzen Leidenden Einfluss auf sein Schmerzerleben nehmen und es aktiv und positiv im Sinne des Patienten/Bewohners mitgestalten.

Dabei setzt das pflegerische Schmerzmanagement unmittelbar zu Beginn des pflegerischen Auftrags ein. Im Zentrum steht die Wahrnehmung von Anzeichen und typischen Risikofaktoren für Schmerz. Dabei kann nicht davon ausgegangen werden, dass alle an Schmerz leidenden Patienten/Bewohner diese Empfindung unmittelbar zu äußern in der Lage sind.

Zielgruppe des ExpertenstandardsSchmerzmanagement

Um allen Personengruppen mit Bedarf für ein pflegerisches Schmerzmanagement sowohl alters- als auch bedürfnisbezogen gerecht zu werden, sind die Empfehlungen der Expertenarbeitsgruppe dort zielgruppenspezifisch formuliert, wo neben allgemein empfohlenen Vorgehensweisen besondere Aspekte des Schmerzmanagements zu berücksichtigen sind.

Dies geschieht vor dem Hintergrund, dass Patienten/Bewohner jeder Altersgruppe, die unter akuten Schmerzen leiden oder durch geplante potenziell schmerzhafte diagnostische oder therapeutische Maßnahmen der Gefahr akuten Schmerzerlebens ausgesetzt sind, Zielgruppe des Expertenstandards sind.

Achtung

Menschen, die unter chronischen Schmerzzuständen leiden, zählen nicht zur Zielgruppe des aktualisierten Expertenstandards.

(Video) Expertenstandard Schmerzmanagement in der Pflege

Die Chronifizierung von Schmerzen wird aktuell nicht mehr nur als ein zu einem exakten Zeitpunkt eintretender Zustand diskutiert, sondern der Übergang wird mehr und mehr als fließend und am individuellen Schmerz- und Krankheitserleben ausgerichtet erkannt.

Ist die Schmerzchronifizierung einmal eingetreten, unterscheidet sich das pflegerische Schmerzmanagement erheblich. Daher sind für das pflegerische Schmerzmanagement bei Menschen mit chronischen Schmerzerleben andere Herangehensweisen notwendig als beim Akutschmerz. Diesen unterschiedlichen Herausforderungen trägt die Aktualisierung dieses Expertenstandards Rechnung, indem sie das Schmerzmanagement bei akutem Schmerz in den Mittelpunkt stellt und den chronischen Schmerz ausklammert.

Zur Identifikation der Zielgruppe des aktualisierten Expertenstandards ist es daher notwendig, Patienten/Bewohner, die unter akuten Schmerzen leiden, von solchen mit chronischen Schmerzen unterscheiden zu können.Zudem ist der Chronifizierungsprozess durch Multidimensionalität und die Bedeutung des sozialen Umfeldes charakterisiert. Im Verlauf der Chronifizierung können Betroffene immer schwerer einen verstehbaren Zusammenhang zwischen einem Auslöser von Schmerz und dem Auftreten von Schmerz herstellen.

Unterscheidung: Expertenstandard für akute & chronische Schmerzen

Das Deutsche Netzwerk für Qualitätsentwicklung (DNQP) in der Pflege unterscheidet in seinen Programmen zwischen der Behandlung akuter und chronischer Schmerzen. Begründet wird dieses Vorgehen damit, dass die Behandlung chronischer Schmerzen einen anderen Rahmen beansprucht als eine Behandlung akuter Schmerzen. Auch die Vorgehensweisen der Therapie und die allgemeinen Maßnahmen unterscheiden sich stark voneinander.

Akute SchmerzenChronische Schmerzen
Offensichtlicher und direkter Zusammenhang zu einer Gewebe- oder OrganschädigungDurch Multidimensionalität und die Bedeutung des sozialen Umfeldes charakterisiert
Alarm- und SchutzfunktionEin verstehbarer Zusammenhang zwischen dem Auslöser von Schmerz und dem Auftreten von Schmerz ist kaum noch herzustellen

Umsetzungdes Expertenstandards Schmerzmanagement

Die Einführung und Umsetzung des aktualisierten Expertenstandards Schmerzmanagement bei akuten Schmerzen muss als gemeinsame Aufgabe der Betriebsleitung, des Pflegemanagements und der beteiligten Pflegefachkräfte sowie weiterer beteiligter Berufsgruppen in den verschiedenen Versorgungszusammenhängen erkannt werden.

Hier gilt es besonders der konsequenten sektorenübergreifenden Umsetzung weitere Aufmerksamkeit zu widmen. Das Ergebnis eines auf dem Stand der Pflegewissenschaft wie auch ihrer Bezugswissenschaften basierenden Akutschmerzmanagements sollte eine kontinuierliche Schmerzfreiheit oder –linderung sein, die dem Patienten/Bewohner zugleich ein höchstmögliches Maß an Autonomie und Lebensqualität ermöglicht.

Prozessschritte des Expertenstandards für Schmerzen in der Pflege

Aufgrund der Tatsache, dass sich die Prozesse der Schmerzlinderung mit Blick auf chronische und akute Beschwerden unterscheiden, hat der Expertenstandard mit Blick auf beide Behandlungsvorgänge unterschiedliche Prozesse entwickelt. Werden diese in ihrem entsprechenden Rahmen befolgt, kann die Behandlung der Patienten in idealem Umfang stattfinden.

Hinweis

Trotz der Vorgaben des DNQP sollten die Behandlungsmaßnahmen zu jeder Zeit individuell auf den entsprechenden Patienten zugeschnitten werden. Dies zu gewährleisten, ist Aufgabe der Pflegefachkraft.

Akuter SchmerzChronischer Schmerz
Schmerzerfassung durch Assessment: Durch das Assessment soll der Patient eine Schmerzeinschätzung abgeben. Hierdurch wird dem Pflegepersonal und den Ärzten möglich, eine entsprechende Medikation zu ermitteln.Schmerzerfassung durch Assessment:Analog zum akuten Schmerz. Je nach Ergebnis, ob ein akuter oder chronischer Schmerz vorliegt, muss ein detaillierteres Schmerzassessment durchgeführt werden.
Einleitung der Medikation:Nach ausführlicher Schmerzeinschätzung können Ärzte und Pfleger mit der Therapiemaßnahme beginnen.Planung der Behandlung: Die Therapie wird auf die individuellen Bedürfnisse des Patienten angepasst. Da Behandlungen chronischer Erkrankungen immer einen größeren Zeitraum in Anspruch nehmen als die Behandlung akuter Beschwerden, wird dieser Prozess genauestens geplant. Gute Planung erleichtert die letztliche Durchführung.
Beobachtung der Medikation und Erfassung möglicher Nebenwirkungen:Im Falle von auftretenden Nebenwirkungen kann durch die genaue Beobachtung des Therapieverlaufs frühzeitig in die Behandlung eingegriffen werden, sodass Medikamente umgestellt und an die Bedürfnisse des Patienten angepasst werden.Schulung für Patienten und Angehörige:Die von der Chronifizierung Betroffenen und deren Umfeld sollte unbedingt über die entsprechende Krankheit aufgeklärt sein. Diese Arbeit wird in den meisten Fällen seitens der Pflegefachkräfte und des Krankenhauses geleistet.
Darstellung alternativer Behandlungsmaßnahmen: Nachdem die medikamentöse Behandlung angeschlagen hat, trägt das Pflegepersonal weitere, nicht-medikamentöse Behandlungsmaßnahmen an den Patienten heran. Das Ziel hierbei liegt darin, den Konsum von Medikamenten möglichst zu reduzieren oder gänzlich einzuschränken.Behandlung wird eingeleitet (medikamentös oder nicht-medikamentös):Nach ausreichender Planung des Therapievorgangs und entsprechender Besprechung mit dem Patienten, wird die Behandlung eingeleitet.
Schulung für Patienten und Angehörige:Nach abgeschlossener Behandlung findet eine kurze Schulung für den Patienten und seine Angehörigen statt. Dies soll dazu dienen, Bewusstsein zu schaffen, auf Symptome der Krankheit hinzuweisen und mögliche Ursachen zu reflektieren, sodass weitere Erkrankungen dieser Art möglicherweise verhindert werden können.Verlaufskontrolle:Die abschließende Verlaufskontrolle dient zur Reflexion über den Erfolg der durchgeführten Therapie.

Anwendung des Schmerzfragebogens &Ablauf der Schmerzanamnese

Ein Schmerzfragebogen ist während der Schmerzanamnese sinnvoll, um die Schmerzeinschätzungschriftlich festzuhalten. Wichtig ist hierbei, den Patienten in ausreichendem Umfang an den Fragebogen heranzuführen, sodass alle Unklarheiten im Vorfeld beseitigt werden können. Welche Art des Fragebogens verwendet wird, kann individuell entschieden werden.

Die erste Schmerzanamnese ist unbedingt vor Therapiebeginn durchzuführen, um etwaige Medikationen ermitteln zu können. Auch während der fortlaufenden Therapie muss darauf geachtet werden, in regelmäßigen Intervallen weitere Befragungen durchzuführen. Dies ist notwendig, damit das Pflegepersonal nachvollziehen kann, inwiefern die erste Medikation den Schmerz bereits reduziert hat. Nur so kann herausgefunden werden, ob die Medikation wie gehabt weiterlaufen soll oder verändert werden muss.

Regelmäßige Erfassung von Schmerzen

Die Schmerzen des Patienten in regelmäßigen Intervallen zu erfassen, ist für eine erfolgreiche Schmerztherapie unumgänglich. Nur so kann ein Fortschritt ersichtlich gemacht werden. Wichtig ist, dass sich der Patient zu keinem Zeitpunkt unter Druck gesetzt fühlt, sondern seine Schmerzeinschätzung auf Basis seines persönlichen Empfindens gibt.

Möglichkeiten der Verschriftlichung der Schmerzabfragen:

  • Schmerz-Verlaufsprotokoll
  • Schmerz-Tagesprotokoll
  • Schmerz-Tagebuch

Tipp

Um ein optimales Schmerzmanagement zu erzielen, sollte die Schmerzabfrage mehrmals täglich durchgeführt werden.Jeder Durchlauf sollte schriftlich festgehalten werden.

Die Rolle von Schulungen für das Personal im Schmerzmanagement

Weiterbildungen und Schulungen sind insbesondere in der Arbeit des sozialen Bereichs unerlässlich. Sie bilden eine der wenigen Möglichkeiten, die betreffenden Personen auf dem Laufenden zu halten und an neue Arbeitsprozesse heranzuführen. Insbesondere mit Blick auf das Schmerzmanagement gibt es regelmäßige Entwicklungen, die für eine erfolgreiche Therapie maßgeblich sind. Werden diese nicht durch Weiterbildungen an das Pflegepersonal herangetragen, bringen sie keinen Nutzen mit sich.

Daher ist es wichtig sicherzustellen, dass das Personal im Schmerzmanagement an regelmäßigen Fortbildungen teilnimmt. Nur so kann dem Patienten eine individuell angepasste, erfolgsversprechende Therapiemaßnahme auf der Höhe der Zeit entwickelt werden.

Fragebogen: Audit Expertenstandard „Schmerzmanagement in der Pflege“

Der folgende Fragebogen dient zurAnalyse derderzeitigen Pflegequalität und begleitet die begleitet die Umsetzung desExpertenstandards zumSchmerzmanagement in der Pflege.

Schmerzmanagement - Maßnahmen & Ablauf (4)
Schmerzmanagement - Maßnahmen & Ablauf (5)

4 Schritte zur Implementierung des Expertenstandards Schmerzmanagement

Für eine wirkungsvolle Einführung des Expertenstandards sollten Sie nach den folgenden 4 Schritten vorgehen:

1. Schritt:Lesen Sie sich den Expertenstandard vollständig durch. Markieren Sie die Stellen, die für Sie besonders wichtig sind.

Lesen Sie vor allem die Kommentierung der Standardkriterien (Struktur-, Prozess- und Ergebniskriterien). Darüber hinaus lesen Sie die Ausführungen zur Schmerzeinschätzung und Dokumentation, zur Schmerzbehandlung und zu Patientenschulungen.

(Video) Schmerzmanagement in der Pflege | Grundlagenwissen für die Pflege

So haben Sie als Qualitätsverantwortlicher bereits einen inhaltlichen Überblick über den Expertenstandard Schmerzmanagement gewonnen. Das ist auch die Voraussetzung für die nächsten Schritte.

2. Schritt:Passen Sie den Standard an Ihre individuellen Gegebenheiten an. Nehmen Sie die Übersicht der Struktur, Prozess- und Ergebniskriterien und erläutern Sie diese Ihren Mitarbeitern.

Nutzen Sie hierzu die Methode des Qualitätszirkels. Entwickeln Sie im Qualitätszirkel eine Verfahrensanweisung, die Aussagen darüber trifft, wie der Expertenstandard umzusetzen ist.

Hinweis

Wenn Sie den Nationalen Expertenstandard an die Gegebenheiten Ihrer Einrichtung anpassen, dürfen Sie niemals das Qualitätsniveau der Standardkriterien unterschreiten.

Inhaltlich konzentrieren Sie sich bei der Verfahrensanweisung auf die Aspekte

  • Schmerzidentifikation
  • Kommunikation mit dem Arzt
  • Beobachtung des Pflegekunden,
  • Beratung des Pflegekunden und Evaluation

Nutzen Sie die hier bereitgestellte Musterverfahrensanweisung als Vorlage für Ihren Qualitätszirkel. Integrieren Sie in Ihre Verfahrensanweisung auch Aussagen zur Pflegedokumentation. Legen Sie fest, wie welche Schritte des Schmerzmanagement-Prozesses an welcher Stelle dokumentiert werden.

Wenn Sie Ihren Prozess so dokumentieren, wie in der Übersicht dargestellt, sind Sie bei einer MDK-Prüfung auf der sicheren Seite. Diese Verfahrensanweisung ist die Gebrauchsanweisung für Ihre Mitarbeiter. Stellen Sie sicher, dass alle Teilnehmer des Qualitätszirkels das Ergebnis mittragen.

3. Schritt:Schulen Sie alle Mitarbeiter. Im 1. Teil der Schulung verteilen Sie die Übersicht mit den Struktur-, Prozess- und Ergebniskriterien des Expertenstandards. Erläutern Sie Ihren Mitarbeitern, was jedes einzelne Kriterium bedeutet.

Damit schaffen Sie eine Grundlage für den 2. Teil der Schulung, in dem Sie die endgültige Verfahrensanweisung vorstellen können. Denn die Standardkriterien sind ja das Fundament für Ihre Verfahrensanweisung. Die Schulung können Sie als Inhouse-Schulung selbst durchführen. Die Vorteile sind:

  • Sie sind in Sachen „Nationaler Expertenstandard“ bereits Fachmann.
  • Sie ersparen sich die aufwändige Suche nach einem Dozenten.
  • Sie können am besten die Schulung an die individuellen Gegebenheiten Ihrer Einrichtung anpassen.

Auf diese Weise wird Ihre Schulung „maßgeschneidert sein“! Das wichtigste Schulungsmaterial sind – wie oben bereits erwähnt – die Übersicht der Struktur-, Prozess- und Ergebniskriterien und die im Qualitätszirkel entwickelte Verfahrensanweisung.

Hinweis

Legen Sie den Nationalen Expertenstandard gut zugänglich für Ihre Mitarbeiter aus. So sind die Informationen des Standards stets verfügbar.

Zur Einführung Ihrer Mitarbeiter in die Thematik kann es sein, dass Sie ebenfalls eine Schulung zu Schmerzmedikamenten anbieten müssen. Ein wesentliches Strukturkriterium desExpertenstandards ist die Kenntnis über Wirkungen und Nebenwirkungen von Schmerzmedikamenten.

Zudem gibt es zusätzlich die Möglichkeit, Medikamente zur Therapie einzusetzen, die ihre Indikation außerhalb der Schmerztherapie haben. Laden Sie doch Ihren Apotheker ein, diese Schulung durchzuführen.

4. Schritt:Die Teilnehmer des Qualitätszirkels fungieren als Multiplikatoren, um den Standard in Ihre gesamte Einrichtung zu tragen und umzusetzen. Die Teilnehmer des Qualitätszirkels können als Ansprechpartner für die übrigen Mitarbeiter bei Fragen oder Unsicherheiten bei der Umsetzung eingesetzt werden.

Sie können auch so genannte „Sprechstunden“ dieser Multiplikatoren in den Arbeitsalltag integrieren. Gut geeignet sind dafür Übergaben. Genauso können Sie im Rahmen von Dienst- oder Teambesprechungen Fallbesprechungen zu betroffenen Patienten ansetzen. Diese Fallbesprechungen werden dann von den Mentoren bzw. Experten moderiert und geleitet.

Wenn Sie die Voraussetzungen durch entsprechende Strukturen geschaffen haben, sollte der praktischen Umsetzung des Expertenstandards zum Schmerzmanagement nichts mehr im Wege stehen.

Schmerzmanagement in der Pflege: Maßnahmen

Aufgrund der Vielzahl möglicher Erkrankungen gibt es kein pauschales Management, das auf jeden Patienten passt. Vielmehr ist es Aufgabe der Pflegefachkraft, spezielle Pläne auszuarbeiten, die auf jeden Patienten individuell zugeschnitten sind. Neben der typischen medikamentösen Behandlung von Schmerzen gibt es noch weitere Maßnahmen, die jederzeit ins Auge gefasst werden sollten.

Nur mithilfe einer speziell zugeschnittenen Schmerztherapie kann eine Linderung oder eine völlige Heilung des Schmerzes erfolgen. Das DNQP hat sich innerhalb der letzten Jahre vermehrt mit der Thematik des Schmerzmanagement auseinandergesetzt und ein Programm entwickelt, das in Krankenhäusern mit Blick auf Schmerzmanagement vermehrt Anwendung findet.

Medikamentöse Behandlung von Schmerzen

Die medikamentöse Behandlung von Schmerzen gilt in den meisten Fällen als einer der zentralen Schritte des Schmerzmanagements. Es ist wichtig, dass diese individuell auf den Patienten zugeschnitten ist. Zu berücksichtigen sind dabei unter anderem Unverträglichkeiten der Inhaltsstoffe. Diese können ansonsten zu weiteren gesundheitlichen Problemen führen.

Neben den potenziellen Unverträglichkeiten muss die Dosis des Medikaments unbedingt an den Körper des Patienten angepasst werden.Dem Patienten sollte vor der Einnahme erläutert werden, wie und wann diese stattzufinden hat. Auch die generellen Nebenwirkungen sowie die Einnahme müssen besprochen werden.

Es ist Aufgabe der Ärzte und des Pflegepersonals dafür zu sorgen, dass die Medikamente ihre gewünschte Wirkung erfüllen. Die gewünschte Wirkung sollte dabei immer im Verhältnis zu den möglichen Nebenwirkungen betrachtet werden. Um die passende Medikation zu finden, ist eine möglichst genaue Schilderung der Schmerzen durch den Patienten notwendig.

(Video) Schmerzmanagement: Medikamentöse & nicht-medikamentöse Maßnahmen | Expertenstandards Pflege

Was ist das Stufenschema der WHO?

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat ein dreistufiges Schema entwickelt, anhand dessen Ärzte über die Vergabe von Schmerzmitteln entscheiden können. Es handelt sich hierbei um Optionen für die Behandlung leichter, mittelstarker und starker Schmerzen.

Jede dieser drei Stufen kann neben den eigentlichen Medikamenten von weiteren Mitteln unterstützt werden. Bei den begleitenden Medikamenten handelt es sich beispielsweise um krampflösende, muskelentspannende, abschwellend wirkende und knochenstärkende Medikamente. Aber auch Antidepressiva und Antiepileptika können unterstützend eingesetzt werden.

StufeMedikamente
Stufe 1Nichtopoid-Analgetika
Stufe 2Nichtopoid-Analgetika + mittelstarke Opoid-Analgetika
Stufe 3Nichtopoid-Analgetika + starke Opoid-Analgetika
Schmerzmanagement - Maßnahmen & Ablauf (6)

Hinweis

Sollte eine medikamentöse Behandlung nicht anschlagen, können invasive Maßnahmen vorgenommen werden. Dies wird häufig als vierte Stufe bezeichnet.

Physiotherapeutische & physikalische Maßnahmen der Schmerztherapie

Aufgrund ihrer Vielseitigkeit wird Physiotherapie häufig im Bereich der Schmerztherapie eingesetzt. Mithilfe physikalischer Anwendungen werden Reize gesetzt, die den Heilungsprozess positiv beeinflussen können. Sowohl Muskulatur als auch Sehnen, Faszien, Gewebe und Knochenhaut werden durch eine professionelle Physiotherapie behandelt. Aufgrund dessen machen physiotherapeutische Anwendungen bei akuten, aber auch bei chronischen Schmerzen Sinn.

Durch die Bewegung während der Physiotherapie können die Schmerzen gelindert werden. Wichtig ist gerade dieser Fakt auch für die Psyche. Das Gehirn lernt dadurch, dass Bewegung trotz Schmerzen möglich ist. Das Ziel der Physiotherapie liegt darin, den Patienten zu mobilisieren und seine Teilnahme am aktiven Leben zu fördern.

Physiotherapeutische Maßnahmen, die zur Schmerztherapie verwendet werden können:

  • Gerätetraining
  • Massagen
  • Manuelle Therapie
  • Thermotherapie
  • Elektrotherapie
  • Faszientherapie
  • Triggerpunktmassage
  • Tapen

Hinweis

Es ist Aufgabe des Pflegepersonals und der Ärzte eine passende physiotherapeutische Maßnahme zur Schmerztherapie zu finden. Aufgrund der Vielzahl an Angeboten muss für jeden Patienten ein individuell passendes Angebot ermittelt werden.

Was ist dieMultimodale Schmerztherapie?

Bei multimodaler Schmerztherapie handelt es sich um eine Kombination aus mindestens zwei Fachdisziplinen. Sie findet ausschließlich im Bereich der chronischen Schmerzen Anwendung.

Diese Form der Therapie beschreibt ein biopsychosoziales Schmerzmodell, was bedeutet, dass psychiatrische sowie psychosomatische und psychologische Aspekte Beachtung finden. Allen Bereichen werden gleichwertige Anteile zugesprochen. Die Ärzte, Physiotherapeuten, Psychologen und Pflegekräfte treffen sich zu regelmäßigen Teamsitzungen, um die Therapiefortschritte des Patienten durchzusprechen.

Hinweis

Bei multimodaler Schmerztherapie handelt es sich um einen standardisierten Behandlungsplan.

Psychotherapie & alternative Maßnahmen im Schmerzmanagement

Der Grund für Psychotherapie im Schmerzmanagement ist darin zu finden, dass die Erfahrung eines enormen Schmerzes zur Angst führen kann. Begründet wird diese Angst durch den Gedanken, den Schmerz noch einmal durchleben zu müssen.

Ein Zustand der Angst beeinflusst immer das psychische Wohlbefinden. Chronische Schmerzen können sogar bis hin zu Depressionen führen. Daher ist es für die Patienten wichtig zu lernen, mit der Angst vor Schmerzen umzugehen. Ein ideales Umfeld für einen derartigen Lernprozess ist die Psychotherapie. Hier gibt es unterschiedliche Methoden, den Umgang mit Schmerz zu erlernen.

Maßnahmen zum Umgang mit Schmerzen:

  • Verhaltenstherapie
  • Entspannung (progressive Muskelentspannung, autogenes Training, Selbsthypnose, Hypnose)
  • Verbesserung der Wahrnehmung von Körpervorgängen
  • Kognitive Therapie
  • Achtsamkeitsmethoden, Akzeptanz des Schmerzes
  • Selbstfürsorge
Schmerzmanagement - Maßnahmen & Ablauf (7)

Unterstützung im Schmerzmanagement: Wie funktioniert die Beratung von Angehörigen?

Leidet ein Familienmitglied unter Schmerzen, ist dies für die Angehörigen nicht einfach. Insbesondere dann nicht, wenn die Schmerzen ein Maß annehmen, aufgrund dessen die psychische Verfassung beeinflusst wird. Da dies, insbesondere bei chronischen Schmerzen, nicht selten der Fall ist, ist eine Beratung der Angehörigen empfehlenswert.

Hier sollte den Angehörigen die Möglichkeit gegeben werden, Fragen zu stellen und Ängste zu teilen. Es ist die Aufgabe von Ärzten und Klinikpersonal im Krankenhaus, die Angehörigen zu bestärken und ihnen Kraft zu geben. Es ist wichtig, dass sich der Patient nicht alleingelassen, zur gleichen Zeit aber auch nicht bedrängt fühlt.

Ferner sollte den Angehörigen deutlich gemacht werden, dass sie für den Schmerz nicht verantwortlich sind. Auch sollte ihnen bewusst sein, dass sie an dem Schmerz nichts ändern können. Ihre Funktion besteht im Grunde darin, für den Patienten da zu sein und ihn in seinem Leid zu unterstützen.

Tipp

Um Fragen zu klären und Sicherheit im Umgang mit Schmerzpatienten zu bekommen, bietet sich eine Beratung mit Blick auf das Schmerzmanagement für Angehörige an.

(Video) Schmerzmanagement: Praxisfall Frau Weis | Expertenstandards Pflege | Fortbildung Pflege | smartAware

Blick in die Zukunft

Schmerzmanagement spielt innerhalb der Pflege und im Krankenhaus eine große Rolle. Aufgrund der immer weiter fortschreitenden Forschung werden die Arbeitsprozesse kontinuierlich optimiert. Es ist wichtig, dass für jeden Patienten eine individuell zugeschnittene Schmerztherapie entworfen wird, die an die individuellen Bedürfnisse angepasst ist. Um dies zu garantieren, sind Schulungen notwendig, die in regelmäßigen Abständen vom Pflegepersonal und den Ärzten besucht werden sollten.

FAQs

Schmerzmanagement - Maßnahmen & Ablauf? ›

Standardaussage: „Jeder Patient / Betroffene mit akuten oder tumorbedingten chronischen Schmerzen sowie zu erwartenden Schmerzen erhält ein angemessenes Schmerzmanagement, das dem Entstehen von Schmerzen vorbeugt, sie auf ein erträgliches Maß reduziert oder beseitigt.

Was umfasst das Schmerzmanagement? ›

Schmerzmanagement: Definition & Ziele. Das Schmerzmanagement ist so etwas wie die „Verwaltung“ des Schmerzes. Die Ziele sind es, den Schmerz zu erkennen, Therapien einzuleiten und ihre Wirksamkeit zu beurteilen, um dann wieder nachzusteuern, wenn die Therapien nicht erfolgreich waren.

Welche pflegerischen Maßnahmen können bei einem Schmerz durchgeführt werden? ›

Hands on • Massagen = Zuneigung dem Patienten • Werden oft durch Physiotherapie durchgeführt • Schmerzverstärkenden Probleme können angegangen werden. Z.B. Die nicht-medikamentösen Maßnahmen sind als Ergänzung zu der Schmerztherapie zu verstehen.

Welche Grundregel gilt bei der Schmerzerfassung? ›

Welche Grundregel gilt bei der Schmerzerfassung? Bei der Schmerzerfassung hat die Selbstauskunft der Patienten immer Vorrang vor einer Fremdeinschätzung und jede Schmerzäußerung ist ernst zu nehmen.

Was sind die Neuerungen in der aktualisierten Fassung des Expertenstandards Schmerzmanagement? ›

Der neue Expertenstandard Schmerz definiert Kriterien für stabile und instabile Schmerzsituationen und liefert Standards im Zusammenhang mit Patienten bzw. Bewohnern, die ihren Schmerz nicht äußern können. Außerdem müssen sie in der Lage sein, akuten und chronischen Schmerz unterscheiden zu können.

Was gehört zum Schmerzassessment? ›

Für Ihre Therapie- / Praxisorganisation.
...
Eine Befragung der Betroffenen kann einen ersten Anhaltspunkt geben:
  • Wo befindet sich der Schmerz?
  • Wie schmerzt es?
  • Seit wann treten die Schmerzen auf?
  • Bei welchen Gelegenheiten tut es weh?
  • Wie verändert sich der Schmerz?
  • Was passiert bei der Einnahme von Schmerzmitteln?

Was versteht man unter Koanalgetika? ›

Als Koanalgetika werden Medikamente bezeichnet, die primär nicht als Analgetika konzipiert und zugelassen wurden. Koanalgetika kommen in allen Stufen des WHO-Schemas zur Anwendung, sind aber ganz besonders effektiv in der Behandlung neuropathischer Schmerzen und hier Medikamente der ersten Wahl.

Welche Therapien bei Schmerzen? ›

Alternative Schmerz-Therapien
  • Nervenblockaden. Nervenblockaden können Schmerzen vorübergehend ausschalten, wenn die Schmerz-verursachenden Nerven bekannt sind. ...
  • Wärmebehandlungen. ...
  • Kälteanwendungen. ...
  • Massagen. ...
  • Stretch & Spray. ...
  • Triggerpunkt-Infiltrationen. ...
  • Ultraschall. ...
  • Transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS)

Welche Maßnahmen werden zur Schmerztherapie eingesetzt? ›

Möglichkeiten der Schmerzbehandlung
  • Pharmakotherapie.
  • Anästhesieverfahren.
  • Physiotherapeutische und physikalische Maßnahmen (Auswahl)
  • Akupunktur/Akupressur.
  • Kräftigung der Muskulatur.
  • Multimodale Schmerztherapie.
  • Psychotherapie.
  • Neurochirurgie.

Welche nicht medikamentöse Maßnahmen gibt es bei akuten Schmerzen? ›

  • 5.1 Akupunktur.
  • 5.2 Bettruhe.
  • 5.3 Bewegung und Bewegungstherapie.
  • 5.4 Entspannungsverfahren (Progressive Muskelrelaxation)
  • 5.5 Ergotherapie.
  • 5.6 Interferenzstromtherapie.
  • 5.7 Kinesio-Taping.
  • 5.8 Kurzwellendiathermie.
Jun 25, 2021

Was ist eine Schmerzerfassung? ›

Schmerzerfassung mithilfe einer Fremdeinschätzungsskala

Die Beurteilung von Schmerzen bei Demenz (BESD) orientiert sich an nonverbalen Signalen wie Gesichtsausdruck, Atmung, Lautäußerungen.

Welcher Grundsatz gilt bei akuten sowie chronischen Schmerzen? ›

Der Arzt spricht vom akuten (einmaligen) Schmerz und von den chronischen (dauerhaften oder ständig wiederkehrenden) Schmerzen. Zusätzlich ist die Schmerzintensität von Bedeutung. Ein akuter Schmerz ist zeitlich begrenzt und oft die Folge einer Verletzung. In der Therapie gilt es, zuerst die Ursache zu beseitigen.

Welche Besonderheiten gibt es bei der Schmerzerfassung von alten Menschen? ›

Die Schmerzerfassung kann im Alter durch kognitive Defizite erschwert sein. Veränderungen von Organfunktionen im Alter haben eine hohe Relevanz für die Pharmakokinetik und in der Folge auch Auswirkungen auf die Pharmakodynamik der in der Schmerztherapie eingesetzten Medikamente.

Was sind die Aufgaben der Expertenstandards? ›

Expertenstandards werden von einem professionellen Team erarbeitet, das praktische Erfahrungen und Erkenntnisse aus der Pflegewissenschaft miteinbezieht. In den Expertenstandards werden Ziele und Pflegemaßnahmen definiert, die für Pflegeeinrichtungen verbindlich sind.

Welche Möglichkeiten zur Schmerzeinschätzung gibt es? ›

Regelmäßige Erfassung von Schmerzen

Wichtig ist, dass sich der Patient zu keinem Zeitpunkt unter Druck gesetzt fühlt, sondern seine Schmerzeinschätzung auf Basis seines persönlichen Empfindens gibt. Möglichkeiten der Verschriftlichung der Schmerzabfragen: Schmerz-Verlaufsprotokoll. Schmerz-Tagesprotokoll.

Welche Instrumente gibt es zur Schmerzerfassung? ›

Die Instrumente NRS, VAS, VRS, Smiley Scale, Face Pain Scale wurden als Selbsteinschätzungsinstrumente kodiert.

Was ist die BESD? ›

Die Beurteilung von Schmerz bei Demenz (BESD) ist eine aus dem Amerikanischen übersetzte Beobachtungsskala, die auf dem Instrument „Pain Assessment in Advanced Dementia” (PAINAD) basiert. Die Beurteilung erfasst fünf Kategorien: Atmung, negative Lautäußerungen, Gesichtsausdruck, Körpersprache und Trost.

Was sollte bei einer Schmerzanamnese erfasst werden Worauf ist zu achten? ›

Wichtig: Die sorgfältige Schmerzanamnese

Dabei sollte der Patient beobachtet werden, zum Beispiel ob die Schmerzschilderung, Mimik und Gestik sowie die Körperhaltung kongruent sind oder nicht. Während des Gesprächs sollte sich der Patient frei und möglichst ohne Unterbrechungen oder Zwischenfragen äußern können.

Wann werden Koanalgetika eingesetzt? ›

Koanalgetika sind vor allem bei Schmerzsyndromen indiziert, die er fahrungsgemäß nur bedingt auf Nicht opioide und Opioide ansprechen. Dies gilt zum Beispiel für neuropathische Schmerzbilder, bei denen ihr gezielter Einsatz die Dosis traditioneller Analge tika erheblich reduzieren kann.

Warum Koanalgetika? ›

Koanalgetika sind fester Bestandteil des WHO-Stufenschemas zur Schmerzbehandlung, das für den Tumorschmerz entwickelt wurde (Grafik). Sie können auf jeder Stufe eingesetzt werden und haben vor allem einen Stellenwert bei chronischen Schmerzen.

Was ist eine Co Medikation? ›

Co- Analgetika werden bei unterschiedlichen Schmerzformen eingesetzt. Eine besondere Bedeutung haben sie bei der Behandlung neuropathischer Schmerzen. Hier kommen vor allem Antidepressiva (Amitriptylin oder Duloxetin) und/oder Antikonvulsiva (Pregabalin oder Gabapentin) zum Einsatz.

Was hilft gegen Ganzkörperschmerzen? ›

Geben Sie langsam heißes Wasser dazu, bis die Temperatur 45 °C beträgt. Das warme Wasser verbessert die Durchblutung und hilft besonders gut in dem Fall, dass die Schmerzen durch Verspannungen verursacht werden. Sollten die vorgestellten Hausmittel den Schmerz nicht lindern bzw.

Welche Medikamente bei chronischen Schmerzen? ›

Welche Medikamente werden bei chronischen Schmerzen eingesetzt?
  • Paracetamol und verwandte Substanzen. Paracetamol und verwandte Substanzen können als leichte Schmerzmittel eingesetzt werden, die schmerzlindernd und zugleich fiebersenkend wirken.
  • Nichtsteroidale Entzündungshemmer (NSAR) ...
  • COX-2-Hemmer.

Was verschlimmert Schmerzen? ›

Einnahme von Schmerzmedikamenten mit Arzt absprechen

Schmerzmedikamente können einen chronischen Schmerz sogar verschlimmern. Opiate zum Beispiel helfen zwar gut bei starken akuten Schmerzen, verlieren aber über längere Zeit an Wirkung. Die Betroffenen werden langsam abhängig, leiden im Alltag unter den Nebenwirkungen.

Was kann ein Schmerztherapeut verschreiben? ›

Welche Medikamente werden in der Schmerztherapie eingesetzt?
  • WHO-Gruppe 1: Nichtopioid-Schmerzmittel. ...
  • WHO-Gruppe 2: Mittelstarke Opioide. ...
  • WHO-Gruppe 3: Starke Opioide. ...
  • Adjuvanzien. ...
  • Medikamente gegen Nervenschmerzen (neuropathische Schmerzen) ...
  • Unterschiedliche Darreichungsformen:
  • Topische Verfahren. ...
  • Transdermale Opioidpflaster.

Wie wird der chronische Schmerz therapiert? ›

Bei chronischen Schmerzen sind vor allem Bewegung, Entspannung und Methoden zur Schmerzbewältigung aus der kognitiven Verhaltenstherapie hilfreich. Oft werden sie in einer sogenannten multimodalen Schmerztherapie kombiniert.

Welche nicht medikamentöse Maßnahmen gibt es? ›

In der Behandlung chronischer Schmerzen spielen zusätzlich zu den medikamentösen auch nicht-medikamentöse Methoden eine wichtige Rolle. Zu ihnen gehören zum Beispiel die Akupunktur oder auch das sogenannte TENS.

Welche nicht medikamentöse Schmerztherapie gibt es? ›

Weitere Bestandteile eines nichtmedikamentösen Behandlungskonzepts können Akupunktur, die transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS) oder eine Psychotherapie sein. In begründeten Fällen kann auch eine Ernährungsumstellung sinnvoll sein.

Was ist eine nicht medikamentöse Therapie? ›

Nicht-medikamentöse Behandlungsformen sollen kognitive Fähigkeiten trainieren oder aufrecht erhalten, Alltagsfähigkei- ten verbessern oder stabilisieren und das seelische Wohlbefin- den fördern. Ebenso können sie schwierige Verhaltensweisen wie Unruhe oder Reizbarkeit eindämmen oder die körperliche Fitness verbessern.

Was ist alternative Schmerztherapie? ›

Typische Beispiele sind Entspannungsverfahren und Akupunktur, aber auch manuelle Therapien wie die Osteopathie. Alternativen Schmerztherapien werden häufig bei Patienten eingesetzt, denen Schmerzmedikamente nicht oder nicht ausreichend geholfen haben oder die auf Dauer keine Arzneimittel einnehmen möchten.

Was ist ein Schmerzprotokoll? ›

Was genau ist ein Schmerztagebuch? Das Schmerztagebuch unterstützt Sie, Ihrem Gesundheitsteam gut zu beschreiben, wie die Schmerzen waren. Das Schmerztagebuch dokumentiert gut die Schmerzen an sich, Medikamente und wie weitere Therapien anschlagen.

Wie sieht eine Schmerzskala aus? ›

Numerische Rating-Skala (NRS)

Auf der NRS kann der Patient seine Schmerzen anhand einer Zahl von 0–10 einordnen. Dabei steht die 0 für keinen Schmerz und die 10 für den stärksten vorstellbaren Schmerz.

Was ist der Unterschied zwischen akuten und chronischen Schmerzen? ›

Akuter Schmerz dauert wenige Tage bis maximal 3 Monate. Von chronischem Schmerz spricht man, wenn der Schmerz länger als 3 Monate anhält oder wenn der Schmerz anhält, obwohl die akute Ursache beseitigt ist.

Was zählt als akute Beschwerde? ›

Der akute Schmerz hat in der Regel also eine klar erkennbare Ursache, beispielsweise einen Knochenbruch, Zahnschmerzen oder eine Entzündung. Verletzte oder beeinträchtigte Organe und Körperteile werden geschont und so weitere Schädigungen vermieden.

Wie ist chronischer Schmerz definiert? ›

Dass viele Menschen lang anhaltende oder häufig wiederkehrende Schmerzen erleiden müssen, hat oft zwei Ursachen: Eine Vielzahl von chronischen Erkrankungen ist mit Schmerzen für die Betroffenen verbunden, wie z.B. rheumatische Leiden, Durchblutungsstörungen bei Diabetes oder Tumorerkrankungen.

Welche Besonderheiten hinsichtlich der Schmerzerfassung bei Kindern zu beachten sind? ›

Die Schmerzerfassung erfolgt mittels der Skala "Kindliche Unbehagens- und Schmerzskala" (KUSS). Das Kind wird während 15 Sekunden beobachtet und alles, was beobachtet wird, fliesst mit in die Bewertung ein. Für jede Variable ist nur eine Aussage zulässig. Eine Schmerzmedikation ist ab einem Wert von > 4 erforderlich.

Warum leiden ältere Menschen häufig an chronischen Schmerzen? ›

Weil, warum nehmen Schmerzen im Alter zu? Dabei handelt es sich um Folgeerscheinungen des Lebens. Vor allem Arthrose und Osteoporose führen zu Schmerzen im Skelettsystem. Ältere sind deswegen häufig von Gelenkschmerzen, Fibromyalgien und Dauerschmerzen betroffen.

Welches Medikament besonders zur Behandlung von Schmerzen bei älteren Menschen? ›

Bei chronischen Schmerzen wurde in mehreren Untersuchungen die Wirksamkeit von Opioiden bei älteren Patienten nachgewiesen. Buprenorphin wird von älteren und alten Patienten offenbar vertragen, ohne dass deutlich mehr Nebenwirkungen in Abhängigkeit vom Alter beobachtet wurden [5, 6].

Was sind Expertenstandards einfach erklärt? ›

Expertenstandards sind ein professionell abgestimmtes Leistungsniveau, das dem Bedarf und den Bedürfnissen der damit angesprochenen Bevölkerung angepasst ist und Kriterien zur Erfolgskontrolle mit einschließt.

Warum sind die Expertenstandards wichtig? ›

Die Expertenstandards sind entscheidend für die Weiterentwicklung und Sicherung der Pflegequalität. Sowohl wissenschaftliche Erkenntnisse als auch praktische Erfahrungen aus dem Pflegealltag fließen in den Expertenstandard mit ein.

Welche Aufgaben hat das DNQP? ›

Zentrale Aufgabenschwerpunkte sind die Entwicklung, Konsentierung und Implementierung evidenzbasierter Expertenstandards sowie die Beforschung von Methoden und Instrumenten zur Qualitätsentwicklung und -messung.

Welche Grundregel gilt bei der Schmerzerfassung? ›

Welche Grundregel gilt bei der Schmerzerfassung? Bei der Schmerzerfassung hat die Selbstauskunft der Patienten immer Vorrang vor einer Fremdeinschätzung und jede Schmerzäußerung ist ernst zu nehmen.

Welche pflegerischen Maßnahmen können bei einem Schmerz durchgeführt werden? ›

Hands on • Massagen = Zuneigung dem Patienten • Werden oft durch Physiotherapie durchgeführt • Schmerzverstärkenden Probleme können angegangen werden. Z.B. Die nicht-medikamentösen Maßnahmen sind als Ergänzung zu der Schmerztherapie zu verstehen.

Welche Expertenstandards gibt es 2021? ›

Aktuelle Pflegestandards: Die Expertenstandards im Detail
  • Dekubitusprophylaxe in der Pflege. ...
  • Entlassungsmanagement in der Pflege. ...
  • Schmerzmanagement in der Pflege bei akuten Schmerzen. ...
  • Sturzprophylaxe in der Pflege. ...
  • Förderung der Harnkontinenz in der Pflege. ...
  • Pflege von Menschen mit chronischen Wunden.

Welche Konzepte gibt es in der Pflege? ›

Pflegekonzepte
  • Kinaesthetics. Kinaesthetics ist ein Konzept, bei dem Menschen jeden Alters die Qualität der eigenen Bewegung, den persönlichen Handlungsspielraum und die Anpassungsfähigkeit im Alltag bearbeiten können. ...
  • Patientenberatung und -schulung. ...
  • Bobath. ...
  • Übergabe am Patientenbett. ...
  • Basal stimulierende Pflege.

Welche Schmerzqualitäten gibt es? ›

Schmerzen werden qualitativ unterschiedlich wahrgenommen. Dabei werden affektive Schmerzqualität (heftig, quälend, lähmend, vernichtend usw.) und sensorische Schmerzwahrnehmung (stechend, brennend, drückend, ziehend usw.) unterschieden.

Was muss bei einer Schmerzanamnese erfasst werden? ›

Die Schmerzanamnese ist die Erhebung der Patientenvorgeschichte (Anamnese) in Bezug auf Schmerzen. Sie ist vor allem bei der Behandlung chronischer Schmerzen von Bedeutung. Ein wichtiger Teil der Schmerzanamnese ist der Versuch, subjektiv wahrgenommene Schmerzen zu quantifizieren.

Was ist Schmerzerfassung? ›

Schmerzerfassung mithilfe einer Fremdeinschätzungsskala

Die Beurteilung von Schmerzen bei Demenz (BESD) orientiert sich an nonverbalen Signalen wie Gesichtsausdruck, Atmung, Lautäußerungen.

Was ist die BESD? ›

Die Beurteilung von Schmerz bei Demenz (BESD) ist eine aus dem Amerikanischen übersetzte Beobachtungsskala, die auf dem Instrument „Pain Assessment in Advanced Dementia” (PAINAD) basiert. Die Beurteilung erfasst fünf Kategorien: Atmung, negative Lautäußerungen, Gesichtsausdruck, Körpersprache und Trost.

Welche 4 schmerzarten gibt es? ›

Je nachdem, wodurch Schmerzen entstehen, unterscheidet man zwischen:
  • Nozizeptor-Schmerz. Diese Schmerzart beruht auf einer Gewebeschädigung durch äußere Einwirkung (z. ...
  • Reflektorischer Schmerz. ...
  • Psychosomatischer Schmerz. ...
  • Viszeraler Schmerz. ...
  • Somatischer Schmerz.

Wie viele Arten von Schmerzen gibt es? ›

Schmerzarten im Überblick Es gibt sieben verschiedene Arten von Schmerz: Neuropathischer Schmerz. Nozizeptiver Schmerz. Akuter Schmerz.

Welche Schmerzsyndrom gibt es? ›

4 Schmerztypen
  • Psychogener Schmerz.
  • Neuropathischer Schmerz.
  • Nozizeptorenschmerz.
  • Myofasziales Schmerzsyndrom.
  • Tumorschmerz.

Wie wird eine Schmerzanamnese durchgeführt? ›

Wichtig: Die sorgfältige Schmerzanamnese

Dabei sollte der Patient beobachtet werden, zum Beispiel ob die Schmerzschilderung, Mimik und Gestik sowie die Körperhaltung kongruent sind oder nicht. Während des Gesprächs sollte sich der Patient frei und möglichst ohne Unterbrechungen oder Zwischenfragen äußern können.

Welche Faktoren sind bei einer Schmerzanamnese relevant? ›

In die aktuelle Schmerzdiagnostik sollten möglichst alle bedeutsamen vorangegangenen Befunde (auch bildgebende Diagnostika, wie Röntgenbilder, Doppler-, MRT-, Kernspin-, CT- oder szintigraphische Untersuchungen) ebenso wie Befundberichte der Vorbehandlungen einbezogen werden.

Welche Instrumente gibt es zur Schmerzerfassung? ›

Die Instrumente NRS, VAS, VRS, Smiley Scale, Face Pain Scale wurden als Selbsteinschätzungsinstrumente kodiert.

Was ist ein Schmerzprotokoll? ›

Was genau ist ein Schmerztagebuch? Das Schmerztagebuch unterstützt Sie, Ihrem Gesundheitsteam gut zu beschreiben, wie die Schmerzen waren. Das Schmerztagebuch dokumentiert gut die Schmerzen an sich, Medikamente und wie weitere Therapien anschlagen.

Welche Besonderheiten gibt es bei der Schmerzerfassung von alten Menschen? ›

Die Schmerzerfassung kann im Alter durch kognitive Defizite erschwert sein. Veränderungen von Organfunktionen im Alter haben eine hohe Relevanz für die Pharmakokinetik und in der Folge auch Auswirkungen auf die Pharmakodynamik der in der Schmerztherapie eingesetzten Medikamente.

Wann muss ein Schmerzprotokoll geführt werden? ›

Wird erstmals ein Schmerzmedikament verordnet oder die Dosierung vom behandelnden Arzt verändert, sollte ein Schmerzprotokoll angelegt werden.

Wann BESD? ›

Die BESD wurde für Menschen mit Demenz entwickelt, die sich sprachlich nicht mehr oder nicht mehr konkret äußern können. Können Menschen mit Demenz eine Auskunft zum Schmerz geben, ist diese als Teil des diagnostischen Prozesses immer zu berücksichtigen.

Welche Beobachtungskategorien verwendet die BESD-Skala? ›

Die BESD-Skala zur Beurteilung des Schmerzes bei Demenz ist eine deutsche Übersetzung der PAINAD-Scale mit den Beobachtungskategorien Atmung, negative Lautäußerungen, Gesichtsausdruck, Körpersprache und Reaktion auf Tröstung. Die Beobachtungsskala wurde aus dem Amerikanischen übersetzt.

Welche Skala benutzen wir bei Menschen mit Demenz? ›

Die BESD-Skala wurde vor allem bei Menschen mit Demenz verwendet, die sich sprachlich nicht mehr oder nicht mehr konkret äußern können. Um BESD anwenden zu können, ist es nicht zwingend notwendig, dass die Beobachter den Betroffenen und sein übliches Verhalten kennen.

Die Pflegevisite bietet darüber hinaus für die Pflegebedürftigen und deren Bezugspersonen die Möglichkeit, aktiv in den Pflegeprozess eingebunden zu werden.. Ebenfalls nutzen die Pflegekräfte die Ergebnisse, um die eigenen Pflegeprozesse von Pflegeproblemen zu optimieren und den Austausch mit den Bewohnern und deren Bezugspersonen voranzutreiben.. Weiterhin müssen die Individualität der Pflege und Betreuung sowie die Zufriedenheit der Bewohner sichergestellt werden.. Bevor es an die Durchführung der Visite geht, gilt es alle Unterlagen vorzubereiten, die für die Visite benötigt werden.. deren Angehörige im Sinne einer individuellen Pflege einbezogen?Bestehen Mitentscheidungsmöglichkeiten des Pflegekunden bei pflegerischen Maßnahmen basierend auf der Beratung durch eine Pflegefachkraft?Liegt eine Steigerung der Zufriedenheit des Pflegekunden vor?Wird für alle Beteiligten Transparenz im Pflegeprozess geschaffen?Gibt es eine systematische Reflexion der Arbeit der Pflegefachkräfte mit anschließendem Feedback?Erfolgt bei Bedarf eine anschließende Anpassung der Pflegeziele und -maßnahmen?Ergeben sich Erkenntnisse zur Optimierung der Arbeitsabläufe?Wird der Einführungsstand von Konzepten, (Experten-)Standards und durchgeführten Fortbildungen evaluiert?Wird die pflegerische Qualität ermittelt?Wird die Qualität der Pflegedokumentation ermittelt?

Der „Expertenstandard Erhaltung und Förderung der Mobilität“ definiert Ziele und Maßnahmen, um den Pflegealltag für Pflegebedürftige mobiler zu gestalten.. Die Pflegefachkraft ist nicht nur dafür zuständig, die Maßnahmen zu planen, sondern auch kontinuierlich zu begleiten, um den Prozessfortschritt zu dokumentieren.. Der Expertenstandard Mobilität in der Pflege hat das Ziel, die Mobilität zu erhalten und zu fördern.. Gelingt es, die Mobilität bei einem Patienten zu verbessern, erhöht das auch die Chancen, andere wichtige Ziele im Pflegealltag zu erreichen.. Manche Menschen bewegen sich im Pflegeheim nicht nur weniger, weil sie ein hohes Lebensalter oder eine Krankheit aufweisen, sondern weil sie sich schlichtweg nicht trauen, eine Pflegekraft darum zu bitten, sie bei der Mobilisation zu unterstützen.. Pflegekräfte und pflegende Angehörige können verschiedene Maßnahmen treffen, um die Mobilität zu fördern.. Hantelübungen, Übungen mit Gymnastikbällen oder Alltagsgegenständen kräftigen die Muskeln, den Gleichgewichtssinn und die Koordination.

Ziele des Expertenstandards Erhaltung und Förderung der Mobilität sind:. KompetenzS1Die Pflegefachkraft verfügt über die Kompetenz, die Mobilität des pflegebedürftigen Menschen, Gründe für Mobilitätsbeeinträchtigungen sowie Umgebungsmerkmale, die für die Mobilität relevant sind, systematisch einzuschätzen.P1 Die Pflegefachkraft schätzt zu Beginn des pflegerischen Auftrags die Mobilität des pflegebedürftigen Menschen sowie Probleme, Wünsche und Ressourcen im Zusammenhang mit der Erhaltung und der Förderung der Mobilität ein.. E2 Ein individueller Maßnahmenplan mit den vereinbarten Maßnahmen zur Erhaltung und Förderung der Mobilität des pflegebedürftigen Menschen liegt vor.. Anleitung, Schulung & BeratungS3 Die Pflegefachkraft verfügt über die Kompetenz, den pflegebedürftigen Menschen und gegebenenfalls seine Angehörigen über die Bedeutung von Mobilität für die Gesundheit und den Erhalt von Selbständigkeit zu informieren und sie durch Beratung und Anleitung darin zu unterstützen, Maßnahmen der Erhaltung und Förderung der Mobilität in ihren Lebensalltag zu integrieren.. P4 Die Pflegefachkraft unterbreitet dem pflegebedürftigen Menschen kontinuierlich Angebote zur Erhaltung und Förderung der Mobilität und führt die mit dem Pflegebedürftigen vereinbarten Maßnahmen durch.. Bei Bedarf vereinbart sie mit dem pflegebedürftigen Menschen auf Grundlage einer erneuten Einschätzung Veränderungen am Maßnahmenplan.. Zur Überprüfung der Wirksamkeit der durchgeführten Maßnahmen im Rahmen des Expertenstandards Förderung und Erhaltung der Mobilität in der Pflege bietet der DNQP ein Audit-Formular an.. Vielerlei gesundheitliche Folgen können durch regelmäßige körperliche Aktivität verhindert werden.

Im Mittelpunkt dieser indikatorengestützten Qualitätsprüfung steht, wie gut die Pflege tatsächlich ist.. (2) Menschen aus der Wissenschaft arbeiteten zusammen mit Experten intensiv an der neuen indikatorengestützten Qualitätsprüfung, um sowohl für die stationäre Pflege im Altenheim als auch für die Tages- und Nachtpflege sowie für den Pflegedienst eine realistische Bewertung zu ermöglichen.. Eine Punktzahl von eins heißt, dass die Einrichtung in diesem Prüfungsbereich weit unter dem Durchschnitt liegt, ein Wert von drei, dass das Pflegeheim dem Durchschnitt entspricht.. Die Prüfung konzentriert sich auf sechs Qualitätsbereiche .. In diesem Bereich geht es um die Unterstützung bei der medizinischen Versorgung.. In diesem Qualitätsbereich wird der Umgang mit Bewohnern mit besonderen Bedarfen beurteilt.. Dabei geht es zum Beispiel um die Unterstützung bei der Eingewöhnung in die Einrichtung oder die Überleitung ins Pflegeheim nach einem Krankenhausaufenthalt.. Freiheitsentziehende Maßnahme Unterstützung des Bewohners in der Eingewöhnungsphase nach dem Einzug Unterstützung von Bewohnern mit herausforderndem Verhalten und psychischen Problemlagen Überleitung nach Krankenhausaufenthalt. Jeder Qualitätsaspekt wird hierbei einzeln bewertet und in eine von vier Kategorien (A bis D) eingestuft.. Dabei wird beurteilt, ob es Defizite in der Versorgung gibt und inwiefern diese Risiken für den Bewohner darstellen oder ob daraus bereits negative Folgen resultiert sind.

Zur Qualitätsprüfung kommen zwei bis drei Qualitätsprüferinnen und -prüfer des Medizinischen Dienstes in die Pflegeeinrichtung.. Werden Mängel nicht beseitigt, können die Landesverbände der Pflegekassen die Vergütung kürzen oder die Pflegedienstleitung zu Fortbildungsmaßnahmen verpflichten.. Seit November 2019 wurde die Qualitätsdarstellung auf drei Säulen gestellt:. Nutzen Sie Tage der Offenen Tür und überlegen Sie sich Fragen, die Sie bei dieser Gelegenheit stellen können.. Die Versorgung sollte individuell auf den pflegebedürftigen Menschen zugeschnitten sein.. Die Pflegekassen informieren im Internet, wie die Pflegeeinrichtung bei der letzten Qualitätsprüfung des Medizinischen Dienstes abgeschnitten hat.. Sollte sich die Situation nicht verbessern, kontaktieren Sie die Heimaufsicht, Ihre Pflegekasse oder den Medizinischen Dienst.. Der Medizinische Dienst prüft in einer Personenstichprobe, ob medizinische Anforderungen erfüllt und Körperpflege und Ernährung angemessen sind.

erweitern, vertiefen und erläutern ihre Kenntnisse zu den physiologischen und vor allem psychologischen Zusammenhängen der Schmerzentstehung, Schmerzwahrnehmung und zu geeigneten medizinischen und pflegerischen Interventionsangeboten zur Schmerzreduktion, erfassen und dokumentieren Schmerzen von Patient*innen kriteriengeleitet, leiten fallbezogen geeignete Maßnahmen zur Reduktion akuter Schmerzen - medikamentös sowie nicht medikamentös - ab und setzen diese um, nutzen den "Expertenstandard Schmerzmanagement in der Pflege bei akuten Schmerzen", um ihr Pflegehandeln zu begründen, verständigen sich über ihre Erfahrungen und Einstellungen im Umgang mit Schmerzen von Patient*innen, reflektieren Möglichkeiten und Grenzen standardisierter Assessmentverfahren am Beispiel von Instrumenten zur Schmerzeinschätzung, reflektieren die Zuschreibung und Interpretation der Situation von Patient*innen mit Schmerzen, identifizieren Gründe für die Problematik der Beurteilung, ermitteln aktive Handlungsmöglichkeiten, solchen Interpretationen selbst entgegenzuwirken, nennen Möglichkeiten der Reflexion und des Umgangs mit "sich schuldig fühlen" - bzw.. erklären unterschiedliche Formen vom Umgang mit Angst ("medical fear") in Verbindung mit chirurgischen Eingriffen, nutzen unterschiedliche Erklärungsansätze zur Angstentstehung aus der Pflegeforschung und ihren Bezugswissenschaften, erklären und nutzen Möglichkeiten eines (strukturierten) Angstassessments, entwickeln und begründen Möglichkeiten für die Begegnung mit ängstlichen Patient*innen und Kriterien für eine gelungene Gesprächsführung, tauschen sich über eigene Erfahrungen/ Ängste in Verbindung mit medizinischen Eingriffen, z.. B. Hax-Schoppenhorst 2014, Steinmayr & Reuschenbach 2011, Richter 2018) 4... leiten aus den Vorarbeiten und ihrer Erarbeitung Handlungsmöglichkeiten von Pflegenden für eine Begegnung mit der Angst der Patient*innen ab und entwickeln Kriterien für eine "gute Gesprächsführung" Partner*innenarbeit5... gleichen ihre Ergebnisse mit anderen Lernenden ab, ergänzen ggf.. erforderliche Kritik Lehrer*in-Schüler*innen-Gespräch im Plenum; Erarbeitung eines übergreifenden Musters für chirurgische Versorgungsabläufe, insbesondere für die präoperative Vorbereitung und die Übergabe an das OP-Team9... aktivieren ihre Erinnerungen an die Patient*innensituation und das Rollenbild, das sie in Sequenz 2, Schritt 11-13, dazu entwickelt haben und erweitern - durch Leitfragen gestützt - ihre Vorstellung von der Rolle und der Situation - insbesondere auch im Hinblick auf das Angstgefühl und die Haltung zum Umgang mit der Angst einerseits und ihrem Informationsbedarf andererseitsFortsetzung der Gruppenarbeiten in den bestehenden Arbeitsgruppen. 10... setzen in einem Rollenspiel die Information und die Vorbereitung eines zu pflegenden Menschen für den geplanten Eingriff um, stimmen dabei den Versorgungsablauf mit ihr/ ihm ab, beantworten ihre/ seine Fragen, berücksichtigen dabei im besonderen die Gestimmtheit und wenden erarbeitete Kommunikationsstrategien situationsabhängig anRollenspiele zu einzelnen Situationen im Rahmen der OP-Vorbereitung (s. o. Schritt 4), hierzu kann ein Arbeitsauftrag vorgegeben werden, in dem auch unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt werden, z.. Die Lernenden...Methodik 1... aktivieren und überprüfen aus der vorangegangenen Lernsequenz ihr Vorwissen zu den unterschiedlichen Be-wusstseinsstadien, deren Definition, die zu beobachtenden Kriterien sowie mögliche Assessmentverfahren und standardisierte Instrumente zur Erfassung der Bewusstseinsstadien und der akuten Schmerzen Kurztest mit wechselseitiger Korrektur der Arbeitsergebnisse 2... beschreiben ein exemplarisches Bild von einem Aufwachraum, bringen unterschiedliche Erfahrungen ein und formulieren die Funktion des Aufwachraums Lehrer*in-Schüler*innen-Gespräch, Arbeit mit Arbeitsblättern 3... hören/ lesen rechtliche Vorgaben und deren Begründung für die Übernahme und den Transport von operierten Patient*innen aus dem Aufwachraum, stellen mögliche Fehlerquellen bei der Informationsübermittlung und auf dem Transportweg zusammen und nennen und begründen Kriterien für eine strukturierte Patient*innenübergabe Einzel-/ Partner*innenarbeit zu einem Arbeitsauftrag mit Textarbeit, Auswertung im Lehrer*in-Schüler*innen-Gespräch4... informieren sich zu den Zielen einer ärztlichen Visite in chirurgischen Fachbereichen und zu den Aufgaben von Pflegenden bei der Vorbereitung, Durchführung/ Vorstellung der Patient*innen (und der Nachbereitung) Lehrer*inkurzvortrag5... spielen gemeinsam die verschiedenen Übergabestationen und möglichen Transportereignisse für die exemplarisch in Sequenz 2 und Sequenz 6 in der Gesamtgruppe betrachteten Patient*innensituation durch und ordnen und formulieren beispielhaft die Übergabeinformation für die Station (und ggf.. Die Lernenden...Methodik 1... fassen mit Hilfe der in den Fallbeispielen erarbeiteten exemplarischen Versorgungsabläufe die grundsätzlichen, allgemeingültigen Prinzipien des Pflegehandelns in der prä- und postoperativen Versorgung zusammen Lehrer*in-Schüler*innen-Gespräch; Dokumentation2... vergegenwärtigen sich die Herausforderungen und Probleme, die sie zu Beginn der Lernsituation in Ingos Tagebucheinträgen wahrgenommen haben und sichten dazu ihre Notizen aus Sequenz 1, Schritt 3, und ihre Lernerwartungen aus Schritt 5 Partner*innenarbeit3... stellen, orientiert an diesen Notizen aus Sequenz 1, die Situationen und Fragen zusammen, für die sie sich durch den Unterricht bis zu diesem Zeitpunkt gewappnet (handlungssicher) fühlen und die, die sie eher noch als schwierig und ungeklärt ansehen und tragen offene Fragen, Gedanken und Situationen zusammenPartner*innenarbeit 4... ordnen und priorisieren diese offenen Punkte und stimmen die Erarbeitung für die letzten Stunden der Lernsituation abLehrer*in-Schüler*innen-Gespräch im Plenum, es ist davon auszugehen, dass die Lernenden den Widerspruch zwischen der Prozessorientierung des Unterrichts und der von Ingo erlebten, in Einzelsituationen zersplitterten Wirklichkeit als "Theorie-Praxis-Konflikt" zentral in den Fokus stellen, darauf wird in den folgenden Schritten zunächst eingegangen; sollte das nicht der Fall sein, muss im Gespräch eine gute Lösung gefunden werden, die gleichzeitig an den Interessen der Lernenden und den Zielsetzungen des Unterrichts ausgerichtet ist5... präzisieren eine möglicherweise zunächst nur erahnte Umschreibung der Spannung zwischen dem im Unterricht vermittelten Anspruch der Prozessorientierung der pflegerischen Versorgung und dem Erleben der Pflegewirklichkeit auf der Station und formulieren erste Hypothesen, worin diese begründet sein könnteLehrer*in-Schüler*innen-Gespräch mit Dokumentation der zentralen Aussagen6... unterscheiden und systematisieren verschiedene "Pflegesysteme" der Arbeitsorganisation in der Pflege (Funktionspflege, Bereichspflege, Gruppenpflege und Beziehungspflege/ Primary Nursing) anhand ihrer Praxiserfahrungen und mit Hilfe von Kurzcharakteristiken Lehrer*inkurzvortrag mit Handout 7... erarbeiten zu jedem vorgestellten System die Vor- und Nachteile und entwickeln ergänzend Ideen, wie die Arbeits-abläufe in den jeweiligen Systemen organisiert werden müssten, um den Anforderungen einer personenorien-tierten Strukturierung des Pflegeprozesses gerecht zu werden (Vorschlag zur Realisierung der "Vorbehaltsaufgabe von Pflegenden" im bestehenden System)themendifferente Gruppenarbeit8... präsentieren ihre Erarbeitungen im Plenum, diskutieren vor diesem Hintergrund die Möglichkeiten/ Vorteile und Be-grenzungen der verschiedenen "Pflegesysteme" und über-prüfen, inwiefern sich die in Schritt 5 formulierten Hypo-thesen damit bestätigen, erweitern oder verwerfen lassenDiskussion im Plenum bzw.. hierzu Textvorschlag in der Anlage), Lehrer*in-Schüler*innen-Gespräch10... erweitern die Diskussion um ökonomische Aspekte, die sie in Sequenz 10 gewonnen habenLehrer*in-Schüler*innen-Gespräch; die Argumentation und Begründungen zum Umgang mit knappen Ressourcen, hier insbesondere mit der Arbeitskraft der Pflegenden, müssen dann, wenn sie vorgetragen werden, mit aufgenommen werden - sollten aber nicht die gesamte Diskussion dominieren, da die Lernenden hierfür vermutlich noch keine ausreichend fundierte argumentative Basis erarbeitet haben 11... formulieren abschließend ihren persönlichen Anspruch an den Lernprozess im klinischen Einsatz in der chirurgischen Pflege und suchen Argumente, wie sie ein Ausbildungsinter-esse gut und überzeugend vortragen können, das auch eine prozessorientierte Begleitung von Patient*innen einschließtGruppenarbeit, der Gruppenbildungsprozess zielt auf eine anschließende Weiterarbeit in themendifferenten Arbeitsgruppen12... bearbeiten selbstorganisiert eine für sie relevante und noch offene Herausforderung der chirurgischen Pflege zur Vorbereitung künftiger Praxiseinsätze, indem sie Fragen identifizieren und konkretisieren, dazu Wissenszusammen-hänge erarbeiten, daraus Handlungsmöglichkeiten ableiten und hierzu eine Kurzpräsentation mit Handout vorbereitenSchritt 12-22: Gruppenarbeiten zur arbeitsteiligen Bearbei-tung der in Schritt 1 bis 4 identifizierten herausfordernden und problematischen Situationen oder offenen Fragestellun-gen. Nach der momentan vorliegenden Fassung von Ingos Tagebuch könnten die folgenden Aufgaben/ Situationen als noch offen und damit schwierig/ herausfordernd eingestuft werden, diese können, abhängig vom Interesse der Lernen-den auch erweitert/ verändert werden, Arbeitsmaterial und Arbeitsaufträge können zum Teil vorgehalten werden und sollten durch den Diskussionsprozess in den Gruppen und Eigenrecherche ergänzt werden13... erarbeiten das Aufgabenspektrum in anderen als den in der Lernsituation bearbeiteten chirurgischen Fachbereichen, z.. B. zu den Einträgen in Ingos Tagebuch am 18.05./ 30.05.: Vorbereitung von Patient*innen auf eine Notfall-OP15... setzen ihr Wissen zum Umgang mit Angst in der Unterstützung von Menschen ein, die sich in einer Notsituation (vor einer Notfall-OP) befinden und entwickeln Handlungsstrategien, um sich für Patienten*innen gegenüber anderen Pflegepersonen einsetzen zu können16... entwickeln ein Schema für die Vorbereitung von Patient*innen für eine Notfall-OP, gehen dabei auf Handlungsentscheidungen für die Abweichung von Standardabläufen ein und reflektieren/ begründen diese 17... interpretieren, welches Bild verwelkte Blumen über eine Station transportieren, tragen ihre Beobachtungen zum Hygienehandeln von unterschiedlichen Personengruppen (Professionen, Angehörige/ Besucher, zu pflegende Menschen) aus den bisherigen Einsätzen/ Praktika zusammen, identifizieren zentrale Problemfelder, die in der chirurgischen Pflege bedeutungsvoll sein könnten und präzisieren Fragestellungen für das Hygienehandeln in chirurgischen KlinikenSchritt 17-20: z.. Sequenz 6 - Schritt 10: Abstimmung von Kriterien für die Rückmeldung zur Informationsgabe und Gesprächsführung in angstbesetzten Situationen (Sequenz 4) mit den Kolleg*innen der entsprechenden Lerneinheiten (--> Menschen zum Handeln anleiten, Sequenz 3 / --> Informationen geben, Sequenz 2) und ggf.

Weiterlesen BesuchszeitenBesondere MerkmaleTrägerschaft Zur Galerie. ... Bilder, Zertifikate und medizinische Behandlungsangebote. ... Online Termine und Videosprechstunden. ... Wahlleistungen und aktuellen Informationen. Niemand in der Klinik erreicht?. - Sie benötigen schnellen ärztlichen Rat?. Wir können helfen - schnell, sicher und bequem von zuhause.. Machen Sie Ihre Wünsche in Bezug auf medizinische Maßnahmen sichtbar, für den Fall, dass Sie selbst nicht mehr entscheiden können.. Die Vorteile der Patientenverfügung:. In einer Notsituation bietet eine Patientenverfügung Sicherheit für Sie und Ihre Angehörigen.. Jährlich werden am Klinikum Ludwigsburg rund 160 000 Patienten auf höchstem medizinischem Niveau versorgt.

Videos

1. Teaser - Expertenstandard Schmerzmanagement
(Deutsches Hygiene-Kolleg)
2. Schmerzmanagement: Behandlungsplan | Expertenstandards Pflege | Fortbildung Pflege | smartAware
(smartAware - My school anywhere.)
3. Schmerzmanagement: Der neue Expertenstandard auf dem Prüfstand - 137 | Born to Pflege
(BORN TO PFLEGE - Der Podcast für Pflegekräfte)
4. Schmerzmanagement bei Kindern: Information, Schulung, Beratung | Kinderkrankenpflege
(smartAware - My school anywhere.)
5. Schmerzmanagement in der Pflege bei chronischen Schmerzen
(Schon und Jansen)
6. Schmerz chronisch: Praxisfall Frau Alkhodor | Expertenstandards Pflege | Fortbildung Pflege
(smartAware - My school anywhere.)

You might also like

Latest Posts

Article information

Author: Gregorio Kreiger

Last Updated: 08/13/2022

Views: 5469

Rating: 4.7 / 5 (57 voted)

Reviews: 88% of readers found this page helpful

Author information

Name: Gregorio Kreiger

Birthday: 1994-12-18

Address: 89212 Tracey Ramp, Sunside, MT 08453-0951

Phone: +9014805370218

Job: Customer Designer

Hobby: Mountain biking, Orienteering, Hiking, Sewing, Backpacking, Mushroom hunting, Backpacking

Introduction: My name is Gregorio Kreiger, I am a tender, brainy, enthusiastic, combative, agreeable, gentle, gentle person who loves writing and wants to share my knowledge and understanding with you.